EU-Übergabe mit Wimpel, Stamperln und Dirndln

In Schladming übergibt Bulgariens Premier den EU-Ratsvorsitz an Österreich. Nach der symbolischen Wimpel-Übergabe wurde zünftig darauf angestoßen.
Zu einem wortwörtlichen Gipfeltreffen wurden der bulgarische Premierminister Bojko Borissow und EU-Ratspräsident Donald Tusk auf die 1.906 Meter hohe Planai bei Schladming geladen.

Der Anlass: Die offizielle Staffelübergabe der EU-Ratspräsidentschaft von Bulgarien an Österreich. In luftiger Höhe setzte man auf "almigen" Flair, selbst die Mikrofonständer waren urig gestaltet.

Um Punkt elf Uhr trat Bundeskanzler Kurz mit den beiden Gästen vor die versammelte Presse. "Wir sind stolz und froh, die Europäische Ratspräsidentschaft übernehmen zu dürfen", tönt Kurz. Man wolle die Ratspräsidentschaft nutzen, um als Brückenbauer zu fungieren und Spannungen abzubauen. "Wir wollen die Ratspräsidentschaft dazu nützen, [..] sicherzustellen, dass die Europäische Union eine starke Union ist."

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Im Anschluss erhielt Kurz symbolisch einen kleinen EU-Wimpel von Borissow bevor die Politspitzen mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und der versammelten Bundesministern mit einem Stamperl auf den Anlass angestoßen wurde.

Übergabe ohne Strache

Mit dabei waren u.a. Bildungsminister Heinz Faßmann Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) und Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP). Vizekanzler Heinz-Christian Strache kam – obwohl angekündigt – nicht auf die Planai. Seitens der FPÖ war etwa Innenminister Herbert Kickl mit von der Partie.

Formal hat Österreich erst ab Mitternacht den EU-Vorsitz inne.

(re)

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