EU einigt sich auf Verbot von Einwegplastik

Das EU-weite Verbot von Wegwerfprodukten aus Kunststoff wurde am Mittwochmorgen in Brüssel beschlossen.

Wie die österreichische Ratspräsidentschaft mitteilt, haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten am Montag auf ein Einwegplastik-Verbot geeinigt.

Vom Verbot betroffen sind Produkte wie Einweg-Plastikgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und Luftballonstäbe. Eine spürbare Reduktion des Verbrauchs von Trinkbechern und Lebensmittelverpackungen, für die es keine nachhaltigere Alternative gibt, ist ebenfalls erwünscht.

Insgesamt gehe man davon aus, dass der Anteil des Plastikmülls 80-85 Prozent des "maritime littering" beträgt. 50 Prozent des Plastikmülls an Europäischen Stränden besteht aus "Einwegplastik" – davon entfallen wieder 86 Prozent auf die zehn häufigsten Produktgruppen.

"Der Kampf gegen die Plastikplage ist eine der größten Aufgaben, die wir derzeit haben", so Köstinger in einer Stellungnahme am Mittwoch. Österreich hatte kürzlich – als drittes EU-Land – ein Verbot von Kunststoff-Tragetaschen ab 2020 angekündigt.

"Deal! Wir haben eine Einigung zum Verbot von Einwegplastik! Ein großer Schritt gegen die Plastikverschmutzung", zwitscherte Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Plastik – eine Dokumentation:

Das Inverkehrbringen von Einwegplastikprodukten für die es eine nachhaltigere Alternative gibt (ab Anfang 2021). Davon betroffen sind: Wattestäbchen, Teller, Besteck, Strohhalme und Luftballonstäbe

Spürbare Verminderung des Verbrauchs (für die es keine nachhaltigere Alternative gibt). Davon betroffen sind Trinkbecher

und andere Behältnisse für Lebensmittel (Lebensmittelverpackungen).

Getränkebehälter dürfen nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn die Verschlüsse und Deckel am Behälter befestigt sind. Davon betroffen sind Getränkeflaschen (nur Kunststoff-Flaschen).

Bestimmte Produkte (mit einem gewissen Kunststoffgehalt) zum einmaligen Gebrauchen sollen gekennzeichnet werden und es muss auf negativen Umweltauswirkungen hingewiesen werden. Davon betroffen sind Hygieneeinlagen, Trinkbecher, Feuchttücher

Hersteller von Kunststoffprodukten sollen künftig einen Beitrag zu den Kosten für die Sammlung und das Verwerten ihrer Produkte leisten.

Sammelquote für Einweg-Kunststoff-Flaschen soll bis 2025 bei 77 Prozent und bis 2029 bei 90 Prozent liegen. (red)

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