Welt

EU will sich von Flüchtlingen "freikaufen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:14

Die EU will bei einem gemeinsamen Gipfel in Malta afrikanische Staaten davon überzeugen, künftig möglichst wenige Menschen nach Europa reisen zu lassen. Dafür will die EU weitere 1,8 Mr. Euro springen lassen.

Die EU erhofft sich von dieser Zusammenarbeit einen besseren Schutz der afrikanischen Binnengrenzen, damit Flüchtlinge es erst gar nicht an die Küste schaffen, um in Booten nach Europa zu starten. Auch ein gemeinsamer Kampf gegen Schlepper, vor allem aber Rückführungsabkommen für all jene, die in Europa kein Asyl bekommen, sind die Ziele. 

Die EU will die afrikanischen Staaten finanziell unterstützen. 1,8 Milliarden Euro flossen aus dem EU-Budget bereits in einen Unterstützungsfonds für Afrika, die EU-Mitgliedsstaaten sollen noch einmal so viel zur Verfügung stellen. Bis Ende Oktober hatten die Staaten aber erst 47,5 Millionen Euro - davon drei aus Österreich - zugesagt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte die Mitgliedsstaaten auf, mehr Geld einzuzahlen.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) warb vor dem Gipfel für mehr Kooperation, betonte aber auch die Notwendigkeit von funktionierenden Rückführungsabkommen.

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