Welt

Euro-Finanzminister wurschteln am Samstag weiter

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:34

Krisensitzungen ohne Ende: Nach ergebnislosen Verhandlungen am Mittwoch ist am Donnerstag im Zuge der Verhandlungen von Regierungschef Alexis Tsipras mit den Gläubigern ein neues Papier vorgelegt worden. Darüber beraten nun die Euro-Finanzminister. Die Geldgeber hatten am Vortag Spar-Vorschläge von Premier Alexis Tsipras abgeschmettert.

Die Euro-Finanzminister beraten erst Samstagfrüh weiter. Am Donnerstagnachmittag ist trotz Marathonverhandlungen nichts herausgekommen. Die Griechen hatten auf der einen Seite mit den Institutionen (IWF, EZB und EU) gesprochen, auf der anderen Seite mit den Euro-Finanzministern - ohne Erfolg.
Donnerstagvormittag verhandelte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras mit den Institutionen. Gegen Mittag waren plötzlich zwei unterschiedliche Listen mit Sparmaßnahmen am Tisch. Die eine dürfte von Athen stammen, die andere von den Gläubigern. Diese neuen Reformvorschläge wurden dann studiert.

Um 13.30 - eine halbe Stunde später als geplant - setzten sich die Euro-Finanzminister zusammen, um drei Stunden später ohne Ergebnis das Treffen zu beenden. Angeblich pochte Athen doch wieder auf den Erhalt der Steuerprivilegien für die Inseln, Tsipras dürfte andernfalls keine Zustimmung des Parlaments in Athen bekommen. Die von ihm vorgeschlagenen Steuererhöhungen wurden abgelehnt, weil niemand daran glaubt, dass sie tatsächlich eingetrieben werden. Dritter noch größerer Brocken ist die von den Hellenen geforderte Umschuldung. Da wollen oder können die Geldgeber ebenfalls nicht mit.

Samstagfrüh wollen die Finanzminister der Eurozone weiterreden.

Um 16.00 begann der Gipfel der Staats- und Regierungschef. Die 28 Politiker wurden über den Stand der Verhandlungen mit den Griechen informiert. Einmischen wollen sie sich vorerst nicht. Man wartet auf das Ergebnis des Ecofin am Samstag. Die Stimmung in Brüssel ist gespalten. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat "ein gutes Gefühl, dass die Griechenland-Geschichte ein Happy-End haben wird". Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble dagegen dämpfen die Hoffnungen. Sie meinen, dass es in einigen Punkten sogar Rückschritte gibt.

Schelling: "Sonntag ist Schluss"

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