Wegen Putins Invasion

Europas Waffenimporte haben sich durch Krieg verdoppelt

In den letzten fünf Jahren hat Europa beinahe doppelt so viele Rüstungsgüter zugekauft, wie in den fünf Jahren davor. Das ergibt eine neue Auswertung.
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11.03.2024, 15:17
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Angesichts des Ukraine-Krieges haben sich Europas Rüstungsimporte in den vergangenen fünf Jahren beinahe verdoppelt. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag veröffentlichte.

Demnach hat sich in Europa in den Jahren 2019 bis 2023 die Einfuhr von Waffen im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum um 94 Prozent erhöht. Sipri bezieht sich auf das Volumen der Waffenlieferungen, nicht auf deren finanziellen Wert. Da das Volumen von Jahr zu Jahr je nach Auftragslage stark schwanken kann, mittelt das unabhängige Institut über fünf Jahre hinweg.

Ukraine kaufte massenhaft

Größter Importeur in Europa war dabei wenig überraschend die Ukraine – mit 23 Prozent der gesamten Waffeneinfuhren der Region. Im Fünfjahreszeitraum lag das Land weltweit auf dem vierten Platz hinter Indien, Saudi-Arabien und Katar. Die beiden wichtigsten Exportländer für die Ukraine waren dabei die USA mit 69 Prozent an den importierten Gütern sowie Deutschland mit 30 Prozent.

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gehört Russland nicht mehr zu den beiden größten Waffenlieferanten der Welt. Während die USA an der Spitze ihre Waffenexporte um weitere 17 Prozent erhöhte und damit 42 Prozent des Weltmarktes abdeckte, nahmen die Lieferungen aus Russland um mehr als die Hälfte (53 Prozent) ab. Überholt wurde Russland von Frankreich, das seine Exporte um 47 Prozent erhöhte. Deutschland gehörte noch immer zu den Top fünf Exportländern weltweit. Insgesamt fiel der globale Waffentransfer aller Staaten im Vergleich leicht um 3,3 Prozent.

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