Schock-Ermittlungen

Europol sprengt Missbrauchs-Netzwerke

156 Opfer und Täter identifiziert: Männer betäubten ihre Partnerinnen, missbrauchten sie und teilten Aufnahmen im Netz.
Newsdesk Heute
02.07.2026, 21:36
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Internationale Ermittler sind erstmals gezielt gegen Online-Netzwerke vorgegangen, in denen Männer den sexuellen Missbrauch ihrer eigenen Partnerinnen planten und dokumentierten.

Die Täter betäubten demnach ihre Frauen oder Freundinnen und vergewaltigten sie im Schlaf. Die Taten filmten sie und teilten die Aufnahmen in geschlossenen Online-Gruppen. Dort tauschten sie sich auch mit anderen Tätern aus und gaben einander Tipps.

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Wie n-tv.de berichtet, wurden bei der koordinierten Aktion unter Leitung deutscher und britischer Ermittler insgesamt 156 Opfer und Täter identifiziert. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) und das Hamburger Landeskriminalamt waren an der Europol-Operation beteiligt.

Fall erinnert an Prozess Pelicot

Die Ermittlungen erinnern stark an den aufsehenerregenden Fall Pelicot in Frankreich. Dort hatte ein Mann seine Frau jahrelang betäubt und von Dutzenden Männern vergewaltigen lassen. Der Prozess sorgte weltweit für Entsetzen.

Europol koordinierte die internationale Operation, bei der mehrere dieser kriminellen Netzwerke ins Visier genommen wurden. Die Ermittler konnten durch die Aktion 274 neue Spuren generieren, denen nun nachgegangen wird.

Die identifizierten Opfer werden nun von spezialisierten Stellen betreut. Für die Ermittler ist klar: Das Dunkelfeld bei dieser Art von Verbrechen ist enorm groß, da viele betroffene Frauen nichts von den Taten wissen.

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