Es war ein schrecklicher Fall und ein unfassbares Urteil: Eine 16-jährige Schülerin soll von ihrem Ex-Freund – ein 17-jähriger Afghane – beinahe vergewaltigt worden sein. Des Weiteren soll er sie auch sexuell genötigt haben. Am Ende setzte es am Wiener Landl für den Jugendlichen nur eine bedingte Haftstrafe – "Heute" berichtete.
Dieser Vorfall ist hierzulande offenbar keine Seltenheit, wie eine parlamentarische Anfrage der FPÖ an das Justizministerium zeigt, über die die "Krone" zuerst berichtet hatte. So kamen nun erstmals Zahlen zu dem Tatbestand der Vergewaltigung in Österreich ans Licht – diese schockieren.
Demnach seien die Fälle von Vergewaltigungen zwischen 2020 und 2025 um ein Drittel auf 1.275 gestiegen – über drei Missbräuche täglich, schreibt die "Krone" unter Berufung auf die Anfrage. Die Aufklärungsrate der Polizei liege bei Sexualstraftaten jährlich über 80 Prozent. Laut dem Bericht hätte in den vergangenen sechs Jahren aber nur jede fünfte Vergewaltigung zu einer Anklage geführt. Eine Haftstrafe erhielt weniger als die Hälfte der Beschuldigten.
Doch aus welchen Ländern kommen die Verdächtigen? Laut den Zahlen aus dem Justizministerium steht Österreich an der Spitze – ob bei einigen dieser Verdächtigen ein Migrationshintergrund besteht, ist unklar.
Auf den weiteren Plätzen folgen dann Syrer und Afghanen. So soll etwa 2025 jeder achte ausgeforschte Vergewaltiger aus diesen Ländern stammen, heißt es in dem Bericht. Betrachte man das Gesamtbild, so würde jeder zweite angezeigte Missbrauchstäter nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
Die meisten der Taten würden im Bekanntenkreis geschehen. Über 75 Prozent der Opfer hätten ihre Täter näher gekannt. Besonders tragisch: Jedes dritte Opfer sei zwischen 2020 und 2025 noch minderjährig gewesen.
Seitens der FPÖ zeigte man sich empört. "Rund jede fünfte Vergewaltigung geht auf das Konto eines Syrers, Afghanen oder eines anderen illegalen Einwanderers aus dem islamischen Raum", so der Nationalratsabgeordnete Christian Lausch, der die Anfrage an das Justizministerium gestellt hatte. Für ihn seien die häufigen Vergewaltigungen ein Beweis dafür, dass Frauen und Mädchen hierzulande nicht sicher seien. Schuld daran hätten die anderen Parteien.
In die gleiche Kerbe schlug gegenüber der "Krone" auch FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Er forderte einen "sofortigen Asylstopp, massive Gesetzesverschärfungen bei der Staatsbürgerschaft und die rigorose Abschiebung ausländischer Straftäter".