Erst mithilfe einer Lehrerin traute sich die völlig eingeschüchterte Schülerin (16) in Wien zur Polizei, zeigte dort ihren Ex-Freund (17) wegen versuchter Vergewaltigung, Nötigung und anderer Delikte an. Nun musste sich der Afghane dafür vor Gericht am Wiener Landl verantworten, gab dort einen Einblick in sein frauenverachtendes Weltbild.
Die 16-Jährige hatte sich von dem Burschen getrennt, nachdem er sie angeblich betrogen hatte. Zehn Monate waren die beiden Schüler ein Paar, das Beziehungsende ließ bei dem Jugendlichen alle Sicherungen durchbrennen.
So soll er das Mädchen zur stündlichen Übermittlung von Fotos genötigt haben. Er drohte ihr angeblich mit dem Umbringen, wenn sie Kontakt zu anderen Burschen habe. Auch Nacktfotos soll er von der 16-Jährigen verlangt haben. Schließlich versuchte er angeblich, das Mädchen zu vergewaltigen. Die 16-Jährige vertraute sich daraufhin einer Lehrerin in der Schule an – diese half ihr.
Der Afghane, er kam vor fünf Jahren mit seinen Eltern nach Wien, zeigte sich am Landl geständig. Sein verqueres Weltbild stamme "von Afghanistan, von den Taliban". Schon sein Vater habe seine Mutter geschlagen, erklärte er in gutem Deutsch. Zu den Ermittlern soll er gesagt haben: "Frauen haben Regeln zu befolgen, Männer aber nicht."
Vor Gericht kam der Afghane laut "Krone"-Bericht mit dem sprichwörtlichen "blauen Auge" davon. Urteil für den 17-Jährigen: acht Monate bedingt, dazu 720 Euro Geldstrafe und verpflichtende Sexual- und Männerberatung sowie Bewährungshilfe – nicht rechtskräftig. Die Unschuldsvermutung gilt.