Mit einer überraschenden Botschaft meldete sich am Samstag Meteorologe Marcus Wadsak in einem Video auf Facebook bei seinen Followern. "Ich bin wieder Vater geworden. Auch für mich völlig überraschend und aus heiterem Himmel. Es gibt aber nicht einmal eine dazu passende Mutter dazu, es gab auch keine natürliche Geburt. Nein!"
Der Hintergrund ist eine kuriose Verwechslung durch die Künstliche Intelligenz. Laut einer KI-Auskunft soll Wadsak der Vater einer erfolgreichen Skispringerin sein. Der Wetterexperte stellte jedoch rasch klar: "Meine neue Tochter verdanke ich der KI! Hier steht es: Marcus Wadsak ist der Vater einer aufstrebenden und mittlerweile echt erfolgreichen Skispringerin. Der Haken an der ganzen Sache ist nur: Es stimmt einfach nicht!"
Die falsche Behauptung der KI geht auf eine simple Namensverwechslung zurück. "Die KI hat hier einfach durch die Namensgleichheit beim Nachnamen mal geraten - Äpfel und Birnen zusammengewürfelt und gesagt: Der Name ist gleich, dann werde ich wohl der Vater sein", erklärt Wadsak in dem Video.
Der Star-Meteorologe stellt zudem klar: "Ich möchte das zum Ersten hier aufklären: Nein, ich bin nicht der Vater der Skispringerin, ihr Vater hätte da auch definitiv etwas dagegen und darauf aufmerksam machen, dass die KI, obwohl sie uns schon so viel bringt und nützlich ist, doch mit Fehlern behaftet ist."
Dabei betont Wadsak zugleich die enormen Fortschritte der Technologie. "Die KI ist wahnsinnig schnell in ihrer Entwicklung, ist mittlerweile bei Diagnosen mancher medizinischer Probleme besser als Ärzte es sein können. Und auch in der Meteorologie erwarten wir uns von der KI laufend Verbesserungen in der Prognose - soweit das überhaupt noch möglich ist."
Dennoch mahnt er zu Vorsicht bei Informationen aus dem Internet. "Allerdings beim täglichen Checken im Internet nach Wahrheiten oder Informationen müssen wir weiterhin aufpassen, denn die KI speist sich eben aus dem Internet. Und wir wissen, im Internet kann jeder schreiben, was er will und da steht manchmal auch ziemlicher Quatsch."
Besonders kritisch sieht Marcus Wadsak auch die fehlende Überprüfung von Inhalten. "Was der KI offensichtlich total fehlt, ist ein Plausibilitäts-Check, ein Fakten-Check, denn es wäre relativ leicht herauszufinden gewesen, dass die Skispringerin und ich nicht einmal verwandt sind", so der Wetter-Experte auf Facebook.
Zum Abschluss richtet er einen eindringlichen Appell an seine Follower. "Also bitte bei Informationen, die irgendwie dubios klingen: 'Checken, checken, checken!' Noch einmal hinterfragen, skeptisch bleiben, das ist ganz wichtig, damit wir der Wahrheit auf der Spur bleiben können."