Wadsak lässt aufhorchen

"Beispiellose Hitzewelle" – Meteorologe macht Ansage

Eine Hitzewelle rollt gerade über weite Teile Europas und lässt die Temperaturen deutlich ansteigen. Wetter-Experte Marcus Wadsak erklärt.
Newsdesk Heute
26.05.2026, 11:41
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Der bislang durchschnittlich temperierte Mai schaltete sich pünktlich zum Pfingstwochenende in ganz Österreich hoch und schenkte der Bevölkerung die erste Hitzewelle des Jahres. Doch nicht nur die Alpenrepublik durfte sich in den vergangenen Tagen laut Unwetterzentrale über sommerliche Temperaturen freuen.

Ein außergewöhnlich kräftiges, blockierendes Hoch breitete sich über West- und Mitteleuropa aus und wurde zunehmend von für die Jahreszeit durchaus sehr heißer Luft gefüllt. "Wir erleben gerade eine beispiellose Hitzewelle in weiten Teilen Europas", erklärt Wetter-Experte Marcus Wadsak auf Facebook.

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"Das gab es wirklich noch nie"

Der Meteorologe spricht von einer "absolut ungewöhnlichen Hitzewelle, die gerade über weiteste Teile Europas sich ausgebreitet hat und uns weiter beschäftigt". In zwanzig Ländern Europas werden auch am Dienstag wieder Temperaturen um die 30 Grad und darüber gemessen.

"Kleiner Rückblick auf gestern (Anm. Pfingstmontag) mit 32,7 Grad in Lienz war es auch bei uns in Österreich der wärmste Maitag aller Zeiten hier und seit über 200 Jahren messen wir in Lienz. Das gab es eben wirklich noch nie", stellt Wadsak in einer Video-Beitrag klar. In Frankreich war es mit bis zu 37 Grad und knapp darüber aber noch heißer.

"Eine der größten Bedrohungen"

An mehreren hundert Messstationen gab es laut dem ORF-Wettermann Temperaturen, "wie sie im Mai noch nicht vorgekommen sind. Und auch England ist betroffen von dieser Hitze. Gerade in London haben wir 34,8 Grad gemessen." Die bisher extremste Temperatur in einem Mai sei am Montag dabei um zwei Grad übertroffen worden.

"Also das, was bisher schon extrem war, ist nochmal extrem um ganze zwei Grad. Keine Ahnung, das ist so, wie wenn eine Hundert-Meter-Läuferin auf einmal 100 Meter in acht Sekunden läuft. Die Zeitungen werden voll, alle würden darüber reden, alle würden darüber berichten, jetzt beim Klimawandel eine beispiellose Hitzewelle in ganz Europa", erklärt Marcus Wadsak.

Und weiter: "Ich habe heute viele Zeitungen gelesen. Ich suche relativ vergeblich zu Informationen. Seltsam, denn da steckt einer der größten Bedrohungen drinnen, denn diese Hitze ist extremer aufgrund des Klimawandels, weil wir noch immer viel zu viel CO2 ausstoßen, wird eine Hitzewelle eben heißer als es früher üblich waren."

"Absolut ungewöhnlich"

Wadsak stellt in dem Video auch unmissverständlich klar: "Das wird sich auch nicht ändern, bis wir endlich vernünftig Klimaschutz betreiben. Ja, Pfingstwetter war für viele erfreulich, endlich Sonne, endlich Wärme, das ist gut und wir können dieses Wetter auch genießen, das ist absolut okay, aber wir müssen schon bedenken, dass das ein Ausmaß annimmt, dass nicht mehr normal ist, das absolut ungewöhnlich ist."

"Jetzt geht gerade die Pilgerfahrt nach Mekka los, wir denken zurück an 2024, Temperaturen über 50 Grad, mehr als tausend Menschen sind dort gestorben. Also nicht vergessen, Hitze tötet, der Klimawandel ist eine große Gefahr. In diesem Sinne, es ist sonnig, es ist heiß, habt einen schönen Tag", sagt Wadsak in seinem Facebook-Video.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.05.2026, 11:45, 26.05.2026, 11:41
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