Marcus Wadsak rechnet ab

"Liebe Leute..." – Meteorologe platzt der Kragen

Den Satz "Es war schon immer so heiß" hört man dieser Tage wieder öfters. Doch Wetter-Experte Marcus Wadsak erklärt, warum das nicht stimmt.
Newsdesk Heute
27.05.2026, 10:59
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In Österreich scheint am Mittwoch weiterhin häufig die Sonne, auch wenn von Norden her zeitweise Wolken durchziehen. Bereits am Vormittag steigt die Schauer- und Gewitterneigung laut Österreichischer Unwetterzentrale (uwz.at) in den Nordalpen an, am Nachmittag sind vor allem im Süden lokal kräftige Gewitter möglich. Im Norden und Osten bleibt es hingegen meist trocken. Dazu frischt der Nordwestwind besonders im Osten lebhaft auf, südlich des Alpenhauptkamms wird es leicht föhnig. Die Luft erwärmt sich auf hochsommerliche 27 bis 33 Grad, mit den höchsten Werten im Marchfeld und Wiener Becken.

"Die Hitzewelle rollt immer noch"

"Die Hitzewelle rollt immer noch. Sie hat gestern (Anm. Dienstag) ihren Höhepunkt erreicht und morgen (Anm. Donnerstag) macht die Hitze dann auch mal Pause. Was wir in den letzten Tagen erlebt haben, war ungewöhnlich. Von Spanien über Frankreich bis zu den britischen Inseln. Verrückte Temperaturen bis 35 Grad. Auch in Österreich gab es am Dienstag zum Beispiel an mehr als 24 Stationen die höchste jemals gemessene Maitemperatur. Ja und wir messen seit 250 Jahren, also das zeigt schon, wie außergewöhnlich das ist", erklärt Wetter-Experte Marcus Wadsak in einem Video auf Facebook.

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Anschließend geht der Meteorologe auf einen Punkt ein, den er unbedingt ansprechen möchte. "Ich möchte auf einige Reaktionen auf meine Erklärungen hier kurz Stellung nehmen, denn sehr oft kommt 'Früher war es auch warm, nix Neues, der Mai hat schon immer solche Temperaturen gebracht'... Liebe Leute, die ihr so was schreibt. Kurze Erklärung: Die Medien sprechen oft von Hitzerekorden, ich nicht, weil Rekord ist für mich immer etwas Erstrebenswertes", stellt der Wetter-Experte klar.

"Das ist wirklich crazy"

Wadsak finde die Hitze bzw. diese Temperatur, "die wir derzeit erleben, ist nicht unbedingt etwas, was wir brauchen, was wir haben wollen. Es sind Extrem-Werte und wir haben bisherige Mai-Extremtemperaturen zum Beispiel in England um 2 Grad überschritten. Das ist enorm, denn normal werden solche Rekorde um Zehntel-Grad gebrochen, jetzt gleich um zwei. Also das ist wirklich crazy."

Und weiter: "Und wenn dann jemand sagt 'War früher auch so...' Kurze Erklärung: "Wenn etwas das Extremste bisher ist, dann war das früher eben nicht so. Diese Temperaturen, wie wir sie am Dienstag verbreitet in Österreich hatten, die gab's noch nie in Österreich und das ist schlicht und einfach ein Faktum, auch wenn Erinnerungen und Meinungen dir manchmal was anderes suggerieren, das was wir derzeit erlebt haben, ist einzigartig, beispiellos und extrem heiß", stellt Wadsak unmissverständlich klar.

Die Prognose im Detail

Der Donnerstag verläuft häufig sonnig, anfängliche Restwolken in den Alpen lockern rasch auf. Am Nachmittag steigt die Schauer- und Gewitterneigung im westlichen und südlichen Bergland leicht an, insgesamt bleibt es aber vielerorts trocken und freundlich. Der Wind weht mäßig, in den Tälern südlich des Alpenhauptkamms vereinzelt noch lebhaft aus Nord bis Nordwest. Vor allem im Norden und Osten gehen die Temperaturen etwas zurück. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest und mit maximal 22 bis 27 Grad gehen die Temperaturen etwas zurück.

Am Freitag scheint verbreitet die Sonne, abseits der Alpen präsentiert sich der Himmel oft sogar wolkenlos. Ab dem späten Vormittag entstehen über den Bergen einige Quellwolken, meist bleibt es jedoch trocken. Bei nachlassendem, maximal noch mäßigem Nordwestwind steigen die Temperaturen auf 26 bis 30 Grad.

Der Samstag beginnt meist sonnig. Gegen Mittag ziehen zunächst nördlich der Donau gewittrige Schauer auf, in der zweiten Tageshälfte steigt die Gefahr lokal kräftiger Gewitter im Norden und Osten allgemein an. Einzelne Gewitter bilden sich auch im Bergland. Meist trocken bleibt es dagegen im Rheintal sowie in den südlichen Becken. In Gewitternähe kann der Nordwestwind stürmisch auffrischen. Mit 25 bis 31 Grad hält das frühzeitige Sommerwetter noch an.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.05.2026, 11:03, 27.05.2026, 10:59
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