"Als ich mich mit Corona hinlegte, war es fast vorbei"

Diagnose Corona – "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand wurde nach einem Skiurlaub positiv auf das Virus getestet. Jetzt schildert sie den Krankheitsverlauf und den langen Weg zurück ins Büro.
Ein Waldspaziergang am 18. März. Als das Handy läutet, gehe ich gerade mit meinen Kindern und dem Hund bergauf. Dran ist mein Arzt mit dem Befundergebnis – positiv auf Covid-19.

Ich lege auf, drehe auf der Stelle um und lege mich daheim ins Bett. Ich muss sagen: Man schreckt sich schon sehr, wenn man erfährt, Corona zu haben.

Ansteckung wohl beim Skifahren



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. In den Tagen davor plagte mich eine klassische Verkühlung – dachte ich zumindest. Leichtes Fieber, Schnupfen, unglaubliche Rückenschmerzen. Und: Ich war zuvor in der Schweiz Skifahren, in einem Risikogebiet. Also machte ich einen Test. Nasenschleimhaut- und Rachenabstrich mit einem langen dünnen Stäbchen. Das wurde dann in ein Plastikröhrchen mit Flüssigkeit gesteckt und ins Labor geschickt.



Auch mein Mann war krank



Als ich mich also hinlege, ist es eigentlich fast schon vorbei. Nur Husten habe ich noch, wie schon den ganzen Februar. Dennoch schrecke ich um 3.30 Uhr auf. Habe ich vielleicht Atemprobleme? Ich google den Verlauf von Covid-19, lese alle verfügbaren Erfahrungsberichte. Ich habe schon Angst, anfangs. Am nächsten Tag wird auch mein Mann (auch er hat leichtes Fieber und im Gegensatz zu mir starke Kopfschmerzen) getestet.

Auch er ist positiv. Wir diskutieren, wer wen angesteckt hat. Die Ärzte empfehlen uns Schonung. Medikamente gibt's keine. Grippemittel bessern die Symptome. Wir sind also ab sofort in Quarantäne. Überlegen, wen wir getroffen haben und informieren müssen. Eine Woche später kommt dann auch offiziell der Bescheid vom Amt. Positiv getestet, 14 Tage Quarantäne. Kontrollieren tut das aber keiner. Ich bleibe drei Wochen daheim, seit Dienstag bin ich wieder in der (weitestgehend leeren) Redaktion und habe keinerlei Spätfolgen.

Keine Maske, dafür Besuch bei Eltern



Auf meinem Befund steht jetzt: Eva Dichand ist geheilt und nicht infektiös. Fühlt sich wie ein Lottogewinn an. Keine Gefahr für das Umfeld. Keine Maske, kein dauerndes Desinfizieren.

Wären nicht alle Menschen um mich herum so verängstigt – ich würde am liebsten den ganzen Tag alle umarmen. Das kann ich, nun zumindest meine Eltern. Mein Vater (er hatte Lungenkrebs und ist über 70) und meine Mutter sind – bis es eine Impfung gibt – im selbst auferlegten Lockdown. Ich kann sie nun sehen. Corona-Erkrankung sei Dank.

Eva Dichand zeigt Befund:







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