Neun Männer mussten am heutigen Donnerstag erneut wegen Raubes und Körperverletzung am Landesgericht Wiener Neustadt auf die Anklagebank.
Die abenteuerliche Vorgeschichte: Laut Staatsanwaltschaft sollen die Verdächtigen aus Nordmazedonien und Österreich einen Eventmanager besucht, ihn zu Boden gestreckt und getreten haben. Weiters sollen sie dem Eventmanager, der immer wieder Feiern im albanischen Kulturkreis veranstaltet, eine Patek-Philippe-Uhr im Wert von rund 25.000 Euro sowie die Halskette und Bargeld (2.000 bis 3.000 Euro) abgenommen haben.
Motiv: Die Mutter eines Angeklagten soll beleidigt worden sein. Das Opfer erlitt Prellungen im Bereich des Schädels und der Wirbelsäule. Der erste Prozess Mitte Februar hatte mit einer Vertagung geendet - mehr dazu hier.
Am Donnerstag setzte es schließlich Urteile. Der Schöffensenat entschied: Es war kein Raub, sondern "nur" Körperverletzung. Ein Angeklagter wurde gänzlich freigesprochen, der Erstangeklagte fasste 22 Monate teilbedingte Haft aus, davon fünf Monate unbedingte Freiheitsstrafe. Die restlichen Angeklagten kamen mit neun bis 14 Monaten bedingter Haft davon (nicht rechtskräftig).
Übrigens: Der Verbleib der Luxusuhr ist ungewiss.