Ex-Eurofighter-Chef sagt für U-Ausschuss ab

Der frühere Chef der Eurofighter GmbH Deutschland, Aloysius Rauen
Der frühere Chef der Eurofighter GmbH Deutschland, Aloysius RauenBild: Picturedesk
Erste prominente Absage für den morgen startenden Ausschuss. Aloysius Rauen, Ex-Chef von Eurofighter Deutschland, sagt nicht aus.
Abflug vor dem Start: Der Anwalt von Aloysius Rauen sagte die Aussage seines Mandaten kurzfristig ab. Offizielle Begründung laut informierten Kreisen: die parallel laufenden Ermittlungen der Behörden. Das Recht auf die Absage hat Rauen. Erscheinungspflicht besteht nämlich nur für jene Personen, die ihren Wohnsitz in Österreich haben. Sein "Ersatz": der Ministerialbeamte Karl Hofer. Er hat als Mitglied der Bewertungskommission im Verteidigungsministerium bereits Erfahrungen aus dem ersten Eurofighter-Ausschuss.

Pilz: "Soll ruhig daheim bleiben"

Der Fraktionsführer der Grünen im Ausschuss, Peter Pilz, ist von der Absage nicht überrascht: "Es war vollkommen klar, dass alle davonlaufen und sich verstecken. Flucht ist aber sinnlos. Ich habe zehn Jahre lang keinen Eurofighter-Manager gebraucht, ich brauche jetzt auch keinen. Er soll ruhig daheim bleiben", sagt er zu "Heute". Das Nicht-Erscheinen zeige aber eines: "Die Eurofighter-Herrschaften sind nur korrupt, sondern auch feig."

Den echten Start machen morgen Birgit Caesar-Stifter (Rechnungshof) und Wolfgang Peschorn, Chef der Finanzprokuratur. Auf dessen Empfehlungen beruht das "Antikorruptions-Paket" für Beschaffungen beim Heer, das Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SP) gestern vorgestellt hat (heute.at berichtete).

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Erstes politisches Highlight dann am Donnerstag: Dann muss sich der frühere Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) für den im Jahr 2007 geschlossenen Vergleich mit Eurofighter rechtfertigen. Auch sein juristischer Berater Helmut Koziol soll an diesem Tag aussagen.

Die zweite, für Freitag angesetzte Auskunftsperson, der EADS-Berater Meinhard Lukas, hat übrigens (noch) nicht abgesagt.

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