Infizierter Mühlviertler "hustete seine Ex-Frau an"

Am Landesgericht in Linz wird am Dienstag ein besonderer Corona-Prozess verhandelt.
Am Landesgericht in Linz wird am Dienstag ein besonderer Corona-Prozess verhandelt.Daniel Scharinger/picturedesk.com
Ein 63-Jähriger muss sich in Linz vor Gericht verantworten. Er soll, obwohl an Corona erkrankt, seine Ex-Frau mehrmals absichtlich angehustet haben. 

Der Mühlviertler soll zum Zeitpunkt der Hust-Attacken noch mit der 70-Jährigen unter einem Dach gelebt haben. In Quarantäne, so die Anklage, soll er absichtlich wiederholt in Richtung seiner Ex gehustet haben. Auch trug er im Haus keinen Mund-Nasen-Schutz und benutzte darüber hinaus mehrmals das Handtuch der Frau.

"Leichte" Corona-Erkrankung mildert Strafandrohung

Die 70-Jährige erkrankte schließlich an Corona. Kommenden Dienstag wird dem 63-Jährigen deshalb am Linzer Landesgericht der Prozess gemacht. Laut Anklageschrift wird ihm vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten und versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen. Lediglich der Versuch deshalb, weil die Corona-Erkrankung der Mühlviertlerin einen milden Verlauf hatte.

"Ob ein schwerer Verlauf vorliegt oder nicht, dafür gibt es verschiedene Parameter. Bei einem schweren Verlauf müsste aber etwa eine über 24 Tage dauernde Gesundheitsschädigung vorliegen", erklärt die Staatsanwaltschaft Linz gegenüber "Heute". 

Frau zeigte Ex an

Aufgekommen war das Ganze durch eine Anzeige der 70-Jährigen. Auch gefährliche Drohung wird dem 63-Jährigen angelastet. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. 

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