Ex-Kanzler Gusenbauer will Fellner-Blatt klagen

Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer fühlt sich verleumdet.
Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer fühlt sich verleumdet.Bild: Helmut Graf
Alfred Gusenbauer verlangt von Fellners Printprodukt eine Gegendarstellung. Kommt es nicht dazu, will der Ex-Kanzler Wolfgang Fellner klagen.

Alfred Gusenbauer ist hell empört, er fühlt sich verleumdet. Und zwar von einem Printprodukt aus dem Hause Fellner. Das Fellner-Blatt habe in den letzten Tagen unter den Überschriften "Das Dossier, das Kanzler Kern erregt" und "'Prinzessin' Kern: Das sagen die Österreicher" die Behauptung verbreitet, dass ein "Kern-Psychogramm", welches "verblüffend brutale Analysen" enthielte, "von Silberstein und Gusi" (so Herausgeber Wolfgang Fellner) "verfasst" worden sei.

In weiterer Folge behauptete das Blatt, dass "Berater Tal Silberstein vom Büro Gusenbauer" in diesem "Psychogramm" etwas "empfohlen" wird und "dass diese Brutalanalyse direkt aus dem Büro von SP-Akademiechef Gusenbauer kommt." Dieses "Strategiepapier" sei bereits "im Februar von einem der engsten Mitarbeiter von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer verfasst" worden.

Laut Gusenbauer ist kein Wort wahr

Damit war eine Grenze überschritten, Gusenbauer beauftragte, laut "Presse", seinen Anwalt Michael Rami mit Gegenmaßnahmen. "Weder Gusenbauer noch sein Büro waren direkt oder indirekt an der Erstellung des zitierten Strategiepapiers beteiligt", stellte Rami klar. Er fordert jetzt eine Gegendarstellung, wie Rami gegenüber „Heute" betonte. Sämtliche Fellner-Behauptungen seien unwahr.

Bringt Fellner die geforderten Gegendarstellungen nicht oder nur in ungenügendem Ausmaß, kann Gusenbauer die Veröffentlichung seiner Gegendarstellung auf Fellners Kosten einklagen. Außerdem drohen Fellner dann „einige Tausend Euro" an Wiedergutmachung, so Rami.

(GP)

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