Ex-Polizist soll Nichte missbraucht haben: "Reine Lüge"

Anwältin Astrid Wagner mit ehemaligem Postenkommandanten 
Anwältin Astrid Wagner mit ehemaligem Postenkommandanten Salpa
Wegen des Verbrechens der Unzucht mit Minderjährigen musste ein 62-jähriger Ex-Beamter gestern in Wr. Neustadt vor Gericht. Er bestritt alle Vorwürfe.

Im feinen Zwirnz und doch leger betrat ein ehemaliger Postenkommandant aus Niederösterreich den Gerichtssaal in Wiener Neustadt. Bereitwillig stand er auch für Fotos zur Verfügung, man merkte deutlich: Dieser Mann ist sich keiner Schuld bewusst, von seiner Unschuld total überzeugt.

1. Verfahren verlief im Sand

Der einst hochrangige Exekutivbeamte war im Vorjahr wegen des Verdachtes des Missbrauches von Unmündigen festgenommen worden ("Heute" berichtete). Der Beamte soll seine Enkelin (3) sexuell missbraucht haben, wanderte sogar in U-Haft. Doch vom Vorwurf blieb nicht viel übrig, der Polizist wurde enthaftet, das Verfahren schließlich eingestellt.

Halbschwester und Hund missbraucht?

Doch dann kamen neue Vorwürfe: Der Angeklagte soll von 1976 bis 2019 seine Halbschwester (Mitte 50) zum Oralverkehr gezwungen haben. Zudem soll er seine Ehefrau (64) mit dem Tod bedroht und seine Nichte (7) sexuell missbraucht haben. Weiters soll er den Schäferhund misshandelt, ihn mit einer Kettenleine geschlagen und mit einem Kettenhalsband gewürgt haben. Die Opfer werden von Anwalt Michael Dohr vertreten.

Der Polizist leugnete alle Vorwürfe, hatte schon im Vorjahr, also von Anfang an, von einer Intrige gesprochen ("Heute" berichtete). Anwältin Astrid Wagner erklärte: "Ein richtiges Kesseltreiben, ein Rosenkrieg. Die treibenden Kräfte hinter den hässlichen Anschuldigungen sind die Tochter und Ehefrau, dabei dürfte es ums Geld gehen." Seine Enkelin soll der Polizist aufrichtig geliebt und regelrecht vergöttert haben.

Dominanter Vater

"Klar er war ein etwas dominanter Familienvater, ein gestrenger Polizist halt. Aber diese ganzen Vorwürfe sind völlig haltlos. Nach der Einstellung des Verfahrens bezüglich des angeblichen Missbrauches hat die Tochter erst richtig losgelegt. Sie schrieb in einer Mail sogar von einer korrupten Richterin."

Der Prozess wurde auf 29. September vertagt - es gilt die Unschuldsvermutung. 

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