In 95 Partien netzte der Kroate 43 Tore für die Grün-Weißen, der Publikumsliebling verabschiedete sich aber ein wenig unrühmlich aus Hütteldorf. Am Tag des Europacup-Hits gegen Aston Villa unterschrieb Jelavic im Sommer 2010 bei den Glasgow Rangers.
4,9 Millionen Euro soll Rapid für ihn bekommen haben, Jelavic selbst blickt gerne auf seine Zeit in Wien zurück: "Ich nahm jedes Spiel und jedes Training ernst. Rapid ist ein großer Klub, der um Titel kämpft, mit vielen Fans und einer tollen Stadt. Als ich einmal die Chance bekam, wollte ich sie nicht mehr hergeben."
Sportlich ging es für den technisch versierten Stürmer auch auf der Insel weiter bergauf. Für die Rangers traf er 36 Mal in 58 Spielen, da schnappte sich Everton den Kroaten um sieben Millionen Euro.
Auch in Liverpool lief die Tormaschine weiter, doch dann kam der Knackpunkt. "Mental war ich vermutlich zu relaxed und dachte: Ich kann mich etwas ausruhen. Aber als Fußballer musst du jeden Tag hart arbeiten, um auf dem höchsten Level zu bleiben. Ich tat das nicht. Ich dachte: Ich kann es locker angehen und noch immer gut spielen", verrät Jelavic auf der Everton-Homepage.
"Wenn du einmal vom Gas steigst, bist du weg. Und das ist mir passiert. Ich dachte, dass ich mit ein bisschen weniger Training auf einem Top-Level spielen kann. Wenn du das in der Premier League tust, verschwindest du von der Bildfläche, so wie es mir passiert ist", schildert der 36-Jährige.
Danach verschlug es ihn nach China: "Der Grund, warum ich nach China gegangen bin, war simpel: Geld. Für mich war klar: Nimm das Geld, spiele in paar Jahre und am Ende hat deine Familie ein gutes Leben. Aber meine Entscheidung, nach China zu gehen, war aus mehreren Gründen richtig: Ich konnte nette Menschen und eine neue Kultur kennenlernen."
Aktuell lässt Jelavic seine Karriere bei Lok Zagreb ausklingen: "Mein Körper fühlt, dass das Ende bevorsteht. Ich bin bald 36 Jahre alt, es ist genug. Ich habe noch andere Dinge vor."