Ein ehemaliger Spitzenkoch ist am Dienstag am Landesgericht wegen einer Serie von Einbrüchen verurteilt worden. Der 38-jährige Kroate soll gemeinsam mit einem 32-jährigen Pinzgauer in mehrere Geschäfte in Saalfelden (Pinzgau, Salzburg) eingebrochen sein, um seinen Lebensunterhalt und seine Drogensucht zu finanzieren.
Laut Gericht war der Ex-Koch der Haupttäter bei insgesamt fünf Einbrüchen und Einbruchsversuchen. Betroffen waren ein Tennisstüberl, ein Chinarestaurant, ein Geschäft für Babymode sowie zwei Lebensmittelgeschäfte.
Der 32-jährige Pinzgauer soll ihm dabei geholfen haben. Bei seiner Festnahme ging der Mann mit einer Hacke in der Hand auf die Polizisten zu. Sein Verteidiger Hellmut Prankl schilderte den Vorfall jedoch anders: "Die einschreitenden Beamten haben ihn aufgefordert, unter einem Verschlag herauszukommen, und dem ist mein Mandant nachgekommen. Aus seiner Sicht war es ein Fehler, dass er die Hacke nicht weggelegt hat, sondern im Zuge der schnellen Aufforderung halt in der Hand gehabt hat."
Vor Gericht entschuldigten sich beide Männer bei den Opfern ihrer Taten. Insgesamt erbeuteten sie laut Urteil rund 1.500 Euro.
Der ehemalige Spitzenkoch wurde zu 20 Monaten Haft verurteilt, davon muss er fünf Monate tatsächlich im Gefängnis verbringen. Sein Komplize erhielt zwölf Monate, zwei davon unbedingt. Beide Urteile sind bereits rechtskräftig.