Hoffnungsschimmer für Krebspatienten aus Salzburg: Am Universitätsklinikum wurde jetzt der 1.000. Patient mit einer innovativen Form der intraoperativen Strahlentherapie behandelt. Das Verfahren kommt direkt während einer Operation zum Einsatz und soll das Tumorgewebe besonders präzise bestrahlen.
Möglich macht das der mobile Elektronenbeschleuniger "Mobetron", der seit 2020 am Universitätsklinikum Salzburg eingesetzt wird. In Kombination mit einem mobilen 3D-Bildgebungssystem können die Ärzte die Bestrahlung noch während des Eingriffs an die jeweilige Situation des Patienten anpassen.
Die während der Operation aufgenommenen dreidimensionalen Bilddaten werden unmittelbar in ein modernes Bestrahlungsplanungssystem übertragen. Dadurch kann die Strahlendosis in Echtzeit individuell berechnet und angepasst werden. Ziel ist es, gesundes Gewebe bestmöglich zu schonen.
Das Behandlungskonzept entstand in enger Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie, der Medizinphysik des Universitätsklinikums Salzburg sowie Industriepartnern. Gemeinsam wurden moderne Bildgebung, Bestrahlungsplanung und intraoperative Elektronenbestrahlung zu einem neuen Verfahren kombiniert.
"Der 1.000. Behandlungsfall mit dem Mobetron ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Standort. Die Kombination aus intraoperativer Strahlentherapie, moderner Bildgebung und adaptiver Bestrahlungsplanung ermöglicht eine hochpräzise Behandlung und trägt dazu bei, die internationale Spitzenposition Salzburgs auf diesem Gebiet weiter auszubauen", sagt Univ.-Prof. Dr. Falk Röder, Vorstand der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie des Universitätsklinikums Salzburg.
Die in Salzburg gewonnenen Erkenntnisse fließen laufend in Forschungsprojekte und die Weiterentwicklung der Behandlungsmethode ein. Damit baut das Universitätsklinikum seine internationale Vorreiterrolle auf dem Gebiet der bildgeführten intraoperativen Strahlentherapie weiter aus.