Akute Lebensgefahr

Kein Spital konnte helfen – AKH rettet Oberösterreicher

Das Schicksal eines Mannes stand auf des Skalpells Schneide. Er war in akuter Lebensgefahr, doch kein Spital konnte helfen – nur das AKH.
Markus Hofer
08.04.2026, 19:27
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Es war Karfreitag, als das Salzkammer Klinikum Vöcklabruck in Oberösterreich einen verzweifelten Hilferuf absetzte: Ein Mann aus dem Gebiet um Rohrbach im Norden des Bundeslandes hatte einen der schwersten akuten medizinischen Notfälle erlitten, die auftreten können: Bei dem Mittfünfziger wurde ein Riss in der Hauptschlagader diagnostiziert. Absolut lebensbedrohlich und ohne eine Spezial-OP fatal endend.

Doch weder in OÖ noch anderen Bundesländern erklärte sich ein geeignetes Krankenhaus zu dem Eingriff bereit. Zu wenige Kapazitäten, zu wenig anwesendes Personal. Der Hilferuf erreichte schließlich auch das AKH in Wien. Die Universitätsklinik gilt als Heimat einer berühmten Herzchirurgie.

Doch auch hier operierte gerade das anwesende Team einen genauso schweren Fall. Trotzdem wurde keine Sekunde gezögert, ein zweites Spezialistenteam aus der Freizeit zurückgeholt und der stundenlange, extrem komplizierte Eingriff im letzten Moment erfolgreich durchgeführt. Dem Patienten geht es inzwischen wieder den Umständen entsprechend gut, er konnte durch das schnelle Handeln gerettet werden. Die nächsten Stunden hätte der Mann sonst vermutlich nicht überlebt.

Professor Daniel Zimpfer leitet die Herzchirurgie der MedUni Wien, ist stolz auf die Leistung seines Teams: "Das zeigt wieder, wie sehr die hohe Leistungsfähigkeit des AKH für die Versorgung von Patienten Rechnung trägt."

Wie enorm wichtig die schnelle Hilfe war, zeigt ein Fall aus Oberösterreich im vergangenen Jahr: eine 54-Jährige wurde zu spät vom Klinikum Rohrbach nach Salzburg überstellt. Die Frau starb.

{title && {title} } mah, {title && {title} } Akt. 09.04.2026, 08:55, 08.04.2026, 19:27
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