Ex-Theaterstudent stach im Wahn Frau in Wien nieder

Attacke mit Küchenmesser überlebt.
Attacke mit Küchenmesser überlebt.iStock/PaulBiryukov (Symbolbild)
Im Juli startet der Prozess, der Verdächtige soll laut Gutachter nicht zurechnungsfähig sein. Er stach im Wahn auf eine Frau in Wien ein.

Schon am 15. Februar stieg ein Wiener (35) in das Haus einer 42-Jährigen in der Wiener Donaustadt ein. Die Frau wurde durch ein Klirren geweckt, dann hörte sie Schritte und Lärm des mutmaßlichen Einbrechers. Der Mann hatte mit einem Stein die Terrassentüre eingeschlagen. Sofort rief die Frau die Polizei, wollte sich gemeinsam mit ihren Sohn im Badezimmer einschließen. Am Weg dorthin stand plötzlich der 35-Jährige mit einem erhobenen Messer vor ihr.

15 Stiche überlebt

In Panik bot die Mutter dem Mann Geld an, doch der Verdächtige ging nicht darauf ein. Er stach angeblich wie von Sinnen auf die Frau ein. Laut Staatsanwaltschaft habe sich die 42-Jährige in einem Überlebensmodus befunden, kämpfte trotz schwerer Verletzungen gegen den Eindringling. Die Wienerin überlebte die Messer-Attacke knapp und mit schwersten Verletzungen, ihre Kinder blieben zum Glück körperlich unverletzt. 

Psychische Erkrankung als Auslöser

Der Verdächtige rannte nach dem Angriff davon, die Polizei stellte den Mann in der Nähe des Tatorts. Er hatte ein Küchenmesser und einen niedrigen Bargeldbetrag bei sich. Der ehemalige Student der Politikwissenschaft und Theaterwissenschaften leidet seit Jahren an Schizophrenie. Der Verdächtige brach aber immer wieder Behandlungen ab, nahm Medikamente nicht ein. 

Prozess startet im Juli 

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher für den 35-Jährigen. Nun ist ein Gutachten zum Geisteszustand des Mannes fertig. Der Gutachter hält den Verdächtigen für sehr gefährlich, er empfiehlt eine Unterbringung des ehemaligen Theater-Studenten im Maßnahmenvollzug. Ansonsten seien von dem 35-Jährigen weitere schwere Straftaten zu befürchten. Bei der Messerattacke dürfte er unter dem Einfluß einer Psychose gestanden sein, war deshalb nicht zurechnungsfähig. Der Geschworenenprozess soll Mitte Juli starten. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

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