Exorzismus für ganze Stadt per Helikopter

Buenaventura gilt als eine der gefährlichsten Städte Kolumbiens. Daher wird ihr Bischof einen Exorzismus aus der Luft durchführen.
Mindestens 51 Menschen wurden in den vergangenen sechs Monaten in Buenaventura ermordet. Laut der Menschenrechtsorganisation werden die Vierteln von brutalen Banden kontrolliert, die ihre Opfer bei lebendigem Leibe verstümmeln. Der Hafen ist ein Umschlagplatz für Drogen.

Nachdem zuletzt ein 10-jähriges Mädchen gefoltert und getötet worden war, schreitet jetzt der örtliche Bischof Rubén Darío Jaramillo Montoya ein. Er will einen Exorzismus für die ganze Stadt vornehmen, und zwar mit Hilfe eines Helikopters, der ihm von der kolumbianischen Armee zur Verfügung gestellt wird.

Mit Weihwasser gegen Dämonen

"Wir müssen den Teufel aus Buenaventura vertreiben, um zu sehen, ob wir die Ruhe in unserer Stadt wiederherstellen können", sagte er einem örtlichen Radiosender. Man habe die Ruhe "wegen den vielen Verbrechen, der [moralischen] Korruption durch so viel Böses und dem Drogenhandel in unserem Hafen verloren".

Er erklärte, man wolle von der Luft aus Weihwasser auf die Stadt schütten, um "alle Dämonen, die unseren Hafen zerstören, zu vertreiben, damit Gottes Segen kommt, uns von all dem Frevel in unseren Straßen erlöst." Der Exorzismus soll dieses Wochenende stattfinden.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Üblicherweise werden Teufelsaustreibungen nur bei Menschen vorgenommen. Doch Papst Leo XIII. setzte 1890 ein weiteres Gebet auf, um einem Gebiet ganze Dämonenhorden auszutreiben.

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(red)

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