Coronavirus

Experte kritisiert Reduktion der Schul-Tests

Nach Ostern wird das Testsystem an Österreichs Schulen reduziert. Dies sorgt für Kritik bei Experten
Heute Redaktion
02.04.2022, 20:49

Bis zu den Osterferien wird in Österreichs Schulen noch dreimal pro Woche getestet, danach gibt es nur mehr einen PCR-Test pro Woche. Der Schritt sorgt bei Schülern und Experten für Kritik. Mikrobiologe Michael Wagner erklärte in "Wien heute" am Freitag, dass es wieder "größere Cluster" geben werde, wenn man die Tests bei hohem Infektionsgeschehen reduziert.

Herausforderung für Risikofamilien

"Es geht ja bei den Tests darum, Infektionsketten zu unterbrechen. Mit nur einem Test pro Woche stellt dies eine besondere Herausforderung für Risikofamilien dar", so Wagner. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind das Virus unbemerkt nach Hause bringt, steigt dadurch. 

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Es sei falsch, Änderungen in der Teststrategie zu "irgendwelchen Zeitpunkten zu machen. Diese sollten an ein Ziel knüpfen, nicht an ein Datum. "Wenn die Inzidenz sinkt, kann ich man auch das Testsystem runterfahren", meint der Biologe. Weiters plädiert Michael Wagner dafür, wieder Masken in den Klassenzimmern zu tragen.

Meiste Infektionen bei 5-14-Jährigen

Zwar sinken die Infektionszahlen an Schulen österreichweit, aber von einem hohen Niveau aus. Nach rund 19.600 Fällen vor zwei Wochen und 14.500 in der Vorwoche gab es diesmal laut Bildungsministerium und Wiener Bildungsdirektion insgesamt 10.265 positive PCR-Tests an Schulen. Die Gruppe der fünf- bis 14-Jährigen weist aber immer noch eine 7-Tage-Inzidenz von 2.616 aus und liegt damit an der Spitze. 

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