Auch am Freitag liegt der Alpenraum noch unter Hochdruckeinfluss. Aufgrund der Südwestströmung im Vorfeld eines Tiefs bei den Britischen Inseln wird für die Jahreszeit äußerst milde Luft nach Mitteleuropa gelenkt. Somit setzt sich häufig ruhiges Herbstwetter durch, allerdings nimmt auch die Neigung zu Nebel und Hochnebel von Tag zu Tag zu.
Laut UWZ-Experte Michele Salmi ist ein ausgeprägter Kaltluftvorstoß in der ersten Novemberhälfte äußerst unwahrscheinlich, wenngleich ab dem Wochenende allmählich wieder etwas kühlere Luftmassen aus Osteuropa den Alpenraum erreichen dürften.
Der Freitag präsentiert sich im Bergland weiterhin von seiner sonnigen Seite, allfällige Schleierwolken bleiben harmlos und schwächen den Sonnenschein höchstens vorübergehend. Abseits der Alpen sowie in einigen Tal- und Beckenlagen muss dagegen mit hartnäckigem Nebel oder Hochnebel gerechnet werden, welcher am ehesten Richtung March und Seewinkel zeitweise auflockert. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Südostwind. Je nach Nebelauflösung werden 5 bis 15 Grad erreicht.
Am Samstag dauert das ruhige, in den Niederungen aber häufig neblig-trübe Herbstwetter an. In den inneralpinen Tälern und Becken lichten sich die meisten Nebelfelder im Laufe des Tages, auf den Bergen dominiert zunächst der Sonnenschein. Im Tagesverlauf ziehen in der Osthälfte auch oberhalb des Nebels dichte Wolken auf, meist bleibt es aber noch trocken. Der Wind weht im Osten noch mäßig aus Südost, mit 4 bis 13 Grad wird es etwas kühler.
Der Sonntag gestaltet es sich an der Alpennordseite und im Nordosten oft trüb, vereinzelt fällt etwas Regen und in den Alpen oberhalb von 1500 m Schnee. Richtung Böhmerwald sind bis auf 800 m herab ein paar Flocken dabei. Am Alpenhauptkamm und von Osttirol bis ins Südburgenland bleibt es hingegen trocken und zumindest zeitweise sonnig. Im Norden und Osten weht mäßiger bis lebhafter, auf West drehender Wind. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 und 12 Grad.
Am Montag überwiegen vom Tiroler Unterland bis ins Nordburgenland die Wolken, vereinzelt regnet es ein wenig. Dabei liegt die Schneefallgrenze zwischen 1100 und 1300 m, auf nennenswerten Neuschnee wartet man aber weiterhin vergeblich. Im Westen und Süden lässt sich im Tagesverlauf immer häufiger die Sonne blicken. Bei schwachem bis mäßigem Nordwestwind werden maximal 6 bis 12 Grad erreicht.