Der Mittwoch präsentiert sich in weiten Teilen Österreichs recht freundlich. In Wien werden aktuell etwa zwischen 15 und 17 Grad gemessen. Auch im äußersten Westen – in Feldkirch – liegen die Temperaturen bei 16 Grad. Doch Meteorologen warnen: Schon in den nächsten Tagen steht ein massiver Wetterumschwung bevor. Dabei ist in ganz Österreich mit Regen und deutlich fallenden Temperaturen zu rechnen.
"Heute" fragte bei UBIMET-Experte Johannes Brandes nach, wie sich das Wetter in Österreich in den kommenden Tagen im Detail präsentieren wird.
Da haben die Apps absolut recht. Die ganze Woche zeichnet sich nämlich durch wechselhaftes und eher kühles Frühlingswetter aus. Heute bleibt es mal trocken, doch schon in der kommenden Nacht treffen im Westen die nächsten Schauer ein. Morgen breiten sich diese nach und nach auf den Großteil des Landes aus, im zuvor noch freundlichen Südosten sind auch Gewitter dabei. Am Freitag und Samstag fällt in ganz Österreich immer wieder Regen, erst am Sonntag bessert sich das Wetter aus Westen wieder.
Ein Blick auf die Regenprognose zeigt: Vor allem vom Brenner bis zum Mariazellerland und im Süden kommen bis inkl. Sonntag 50-80 l/m² zusammen. Nass wird es aber in ganz Österreich, auch wenn im Inn-, Mühl- und Waldviertel die Mengen mit 5-15 l/m² deutlich geringer ausfallen werden.
"Frühsommerlich" ist für heute sicher etwas übertrieben. Zwar scheint die Sonne, mit Temperaturen heute zwischen 13 und 20 Grad sind wir aber doch eher im Frühling angesiedelt. Das passt auch perfekt so zur Jahreszeit. Den neuerlichen Wetterumschwung haben wir einerseits Tief FEE zu verdanken, das in den nächsten Tagen über Südskandinavien liegt. Dieses Tief lenkt die kühlere Polarluft heran, zudem versorgt uns am Wochenende ein Italientief mit zusätzlicher Feuchtigkeit.
In den nächsten Tagen stellt sich ein Temperaturunterschied zwischen West und Ost ein. Während es von Vorarlberg bis Salzburg bei 8 bis 13 Grad schon ziemlich frisch hergeht, sind der Südosten und Osten mit 16 bis 20 Grad eindeutig begünstigt. Die tiefsten Temperaturen – nämlich nur einstellige Höchstwerte – gibt es in den Hochtälern des Westens. Immerhin ist aufgrund der vielen Wolken nachts die Frostgefahr wohl endgültig gebannt.
Auch hier habe ich eine Karte mit den zu erwartenden Schneemengen angehängt. Wirklich ein Thema ist Schnee nur noch im Gebirge, auch wenn es am Wochenende in den Nordalpen auf 1.300 bis 1.100 m hinab schneien kann. Für die Gletscher ist diese Wetterlage aber ein Segen, vom Ötztal bis zu den Hohen Tauern kommen im Hochgebirge nämlich 50-100 cm Neuschnee zusammen.
Bis Sonntag. Am Sonntag selbst bessert sich das Wetter aus Westen, das Tief zieht ab. Die kommende Woche sieht insgesamt ruhig, oft sonnig und wieder deutlich wärmer aus. Für Details ist es aber noch zu früh.
Nein. Die kühle Luft hat weite Teile West- und Nordeuropas im Griff. Ähnlich frisch wie in Österreich ist es morgen u.a. in der Schweiz, Deutschland, Benelux, Großbritannien und in Skandinavien. Man sieht das auch gut auf der angehängten Karte.
Sie zeigt die Abweichung der Temperatur diese Woche. Also wo in Europa fällt die aktuelle Woche zu kalt/warm aus.