Trockenperiode in Österreich

Experte warnt – jetzt könnte Trinkwasser knapp werden

Die anhaltende Trockenheit hat Österreich weiter fest im Griff. Trotz einzelner Regenschauer bleibt die Dürrelage angespannt.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 22:28
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Österreich steckt weiter in einer außergewöhnlich langen Trockenphase. Trotz einzelner Regenfälle hat sich die Lage im Juli weiter verschärft. Hydrologe Günter Blöschl von der TU Wien warnte am Donnerstagabend in der ZiB 2 vor den Folgen – von erhöhter Waldbrandgefahr bis hin zu möglichen Engpässen bei den Trinkwasserreserven.

Schon jetzt habe die Trockenheit das Rekordjahr 2003 übertroffen, erklärte Blöschl. Die Entwicklung sei einerseits auf den Klimawandel, andererseits auf die atmosphärische Zirkulation zurückzuführen. Ausschlaggebend seien die geringen Niederschläge und die hohe Verdunstung. Die aktuelle Hitzewelle verschärfe die Situation zusätzlich.

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Trinkwasser-Engpass hängt von weiterem Regen ab

Dass es in den kommenden Wochen zu Problemen bei den Trinkwasserreserven komme, sei möglich, hänge aber laut dem Hydrologen davon ab, ob noch ausreichend Niederschläge fallen. Die Böden seien derzeit extrem trocken und stellten ein erhebliches Risiko dar. Vor allem in Wäldern und auf Wiesen sollten Bürgerinnen und Bürger deshalb besonders vorsichtig sein.

Die aktuellen Hochwasserereignisse, etwa in Tirol, stünden hingegen nicht in direktem Zusammenhang mit der anhaltenden Dürre. Diese seien vielmehr auf die Häufung von Gewittern zurückzuführen, die Murenabgänge auslösen können.

"200 Liter pro Quadratmeter" nötig

Um die ausgetrockneten Böden nachhaltig zu entlasten, wären laut Blöschl rund "200 Liter pro Quadratmeter" notwendig. Das entspreche in etwa jener Niederschlagsmenge, die normalerweise erst innerhalb mehrerer Monate fällt. Deshalb gehe er davon aus, dass die enorme Waldbrandgefahr in Österreich den gesamten Sommer über bestehen bleibt.

Trotz der aktuellen Situation betonte der Hydrologe, dass Österreich grundsätzlich ein wasserreiches Land sei. Im Durchschnitt würden jährlich rund 1.100 Millimeter Niederschlag fallen – das entspreche mehr als einem Kubikmeter Wasser pro Quadratmeter. "Aber das ist nicht jedes Jahr gleich. Heuer haben wir eine extrem trockene Periode, die weh tut."

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.07.2026, 22:28