Experten: "Keine Hoffnung auf baldige Lockerung"

Nach Ostern wieder zurück zur Normalität? Keinesfalls sei das möglich, betonen Forscher. Die Bundesregierung hört auf sie.

"Keinesfalls dürfen Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der Restriktionen geweckt werden." Dieser Satz findet sich in jenem Expertenbericht an die Bundesregierung, auf dem die aktuellen Verschärfungen basieren – unter anderem Maskenpflicht im Supermarkt.

Unter der "realistischen Annahme", dass jeder Infizierte durchschnittlich 1,7 weitere Menschen ansteckt, "wird unser Gesundheitssystem Mitte April zusammenbrechen. Um dies zu verhindern, bleibt kaum Zeit", schreiben Mathias Beiglböck, Walter Schachermayer, Philipp Grohs, Joachim Hermisson sowie Rektor Heinz Engl von der Uni Wien, Magnus Nordborg von der Akademie der Wissenschaften sowie Markus Müller, Rektor der Med Uni.

China gibt Hoffnung

Das Beispiel der chinesischen Stadt Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm, gebe aber auch Hoffnung: "Nachdem China es – in zwei Schritten – geschafft hatte, dort den Replikationsfaktor auf 0,32 zu drücken, war die Krise innerhalb weniger Wochen bewältigt."

"Zum Beispiel mit einer Maskenpflicht im öffentlichen Raum und stärkerem Einsatz von Tests" könne man das erreichen. "Beide Maßnahmen wurden von allen erfolgreichen Ländern praktiziert." Die Gesamtauswirkung der Mischung aus Maßnahmen dürfe sich keinesfalls verschlechtern.

Die Experten warnen eindringlich: Die Zeit, den Kollaps zu verhindern, ist knapp. Würde die aktuelle Zuwachsrate beibehalten, gäbe es bis Ende 2020 fast 100.000 Tote in Österreich.

Die aktuelle Corona-Karte für Österreich:

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