Iran und Nahost im Fokus

Experten warnen vor Eskalation mit Hisbollah

Außenpolitik-Experten betonen die Gefahr, die von Hisbollah als wichtigstem iranischen Verbündeten ausgeht, und raten zu äußerster Vorsicht.
Newsdesk Heute
26.06.2026, 10:23
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Die schiitische Miliz Hisbollah gilt laut internationalen Experten als das wichtigste strategische Instrument Irans im Nahen Osten. Sie steht seit Jahrzehnten im Zentrum regionaler Konflikte und ist maßgeblich an der Destabilisierung der Region beteiligt. Vor allem Israel, aber auch die USA sehen in der Organisation eine direkte Bedrohung ihrer Sicherheit.

Im Rahmen eines neuen Memorandums zwischen den USA und Iran wurde die Beendigung sämtlicher militärischer Operationen, auch im Libanon, gefordert. Hisbollah, so betonen Beobachter, sei für das Mullah-Regime in Teheran unersetzlich. Vor allem die massive Aufrüstung der Miliz und ihre Verflechtung mit der iranischen Revolutionsgarde machen sie zu einem zentralen Akteur in der aktuellen Lage.

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Hisbollahs Rolle in regionalen Konflikten

Hisbollah wurde 1982 mit Unterstützung der iranischen Revolutionsgarde gegründet und ist seit 1997 von den USA als Terrororganisation eingestuft. Die Organisation hat eine lange Geschichte von Anschlägen auf westliche Ziele, darunter der verheerende Bombenanschlag auf die US-Marinebasis in Beirut 1983. Laut dem US-Sicherheitsexperten Bill Roggio ist Hisbollah auch für die Ausbildung anderer radikaler Gruppen verantwortlich.

In jüngerer Zeit ist Hisbollah zudem immer wieder in die Inhaftierung und Misshandlung von US-Bürgern verwickelt. Ein US-Gericht machte 2025 Iran und Hisbollah für die Folter des libanesisch-amerikanischen Staatsbürgers Amer Fakhoury verantwortlich, der nach seiner Entführung im Libanon an den Folgen der Haft starb.

Forderung nach internationalem Druck

Während die Verhandlungen zwischen den USA und Iran über die Zukunft des Nahen Ostens fortgesetzt werden, warnen Experten vor Zugeständnissen an Teheran, die die Position der Hisbollah stärken könnten. Auch der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus sieht in der Miliz eine nicht verhandelbare Bedrohung und fordert, den internationalen Druck auf die Organisation zu erhöhen.

Die Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand im Libanon laufen indes weiter. Sowohl die libanesische als auch die israelische Regierung betonen, dass die Kontrolle über das eigene Staatsgebiet ausschließlich in den Händen der legitimen Regierung und nicht bei bewaffneten Gruppen wie Hisbollah liegen müsse.

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