Bill und Tom Kaulitz lassen in der dritten Staffel ihrer Netflix-Reality "Kaulitz & Kaulitz" tief blicken. Die Tokio-Hotel-Zwillinge suchen gemeinsam eine Life-Coachin auf – Grund dafür sind ihre unterschiedlichen Ansichten über Bills Liebesleben. Doch ausgerechnet ein Ratschlag aus der Coaching-Session sorgt jetzt für Kritik im Netz.
Schon der Einstieg in die Sitzung verläuft alles andere als gewöhnlich. Life-Coach Karin Lehmann möchte die beiden zunächst mit ein paar Dance-Moves auflockern. Für Tom ist das allerdings alles andere als ein Traumstart. "Da hab' ich schon mal erstmal gedacht: Oh Gott. Jetzt müssen wir da unsere Namen tanzen", scherzt er. Bill sieht das deutlich entspannter und freut sich: "Find ich schon mal einen guten Einstieg."
Noch bevor es richtig losgeht, stellt Lehmann klar, dass sie keine Therapeutin ist und den Brüdern keine konkreten Anweisungen geben werde. "Ich gucke wirklich nur: Wo ist eure Energie? Wo wird die wach und wo nicht?", erklärt sie.
Bill nutzt die Gelegenheit gleich für einen Seitenhieb gegen seinen Bruder. Mit einem Grinsen sagt er: "Es ist gar nicht so, dass ich denke, dass ich einen Coach brauche, sondern Tom braucht einen Coach." Der nimmt den Spruch gelassen und reagiert mit einem herzhaften Lachen.
Tom macht kein Geheimnis daraus, was ihn an seinem Bruder stört. "Ich würde mir wünschen, dass die Karin ihm auch beibringt, ein bisschen mehr Empathie und Verständnis zu haben." Hintergrund ist Bills turbulentes Datingleben, das Tom zunehmend nervt. Umgekehrt fühlt sich Bill von Toms Sorgen und Ängsten eingeengt.
Dabei kennt Bill sein eigenes Beuteschema ganz genau. "Ich habe immer Lust auf das verbotene Früchtchen. Das möchte ich aber ändern. Ich möchte, dass mich die richtigen Männer zum Leuchten bringen."
Daraufhin gibt ihm Lehmann einen Rat, der nun für Diskussionen sorgt: "Naja gut, dann musst du das vielleicht so lange machen, bis du keine Lust mehr darauf hast."
Genau diese Aussage greift nun eine psychologische Psychotherapeutin auf Instagram auf – und hält sie für völlig falsch. "Ich kann euch sagen: Es wird euch nicht langweilig, wenn ihr immer wieder eure alten Beziehungsmuster wiederholt", erklärt sie in ihrem Beitrag.
Ihrer Ansicht nach verschwinden problematische Verhaltensweisen nicht einfach von selbst. Stattdessen betont sie: "Ungesunde Beziehungsmuster verschwinden nicht von alleine. Ganz im Gegenteil: Wir Menschen neigen dazu, vertraute Dynamiken immer und immer wieder zu wiederholen. Veränderung entsteht in der Regel erst dann, wenn diese Muster bewusst werden und bewusst durchbrochen werden."
Ihr abschließender Rat fällt daher eindeutig aus: "Verharrt nicht in toxischen Dynamiken, bis euch langweilig wird – sucht euch lieber professionelle Hilfe." Damit sorgt ausgerechnet eine Szene aus der neuen Staffel von "Kaulitz & Kaulitz" nun auch abseits der Netflix-Kameras für Gesprächsstoff.