Explosion in Chemielager äschert Stadtteil von Tianjin ein

In der chinesischen Hafenstadt Tianjin kam es in der Nacht auf Donnerstag zu zwei gewaltigen Explosionen. Aufgrund der schweren Verwüstungen sind die Opferzahlen noch nicht exakt, offizielle Stellen gehen aber von mindestens 85 Leichen aus. 721 Verletzte sind im Spital. Der Ausgangspunkt der Katastrophe war in einem Chemielager.
Bei den beiden Detonationen sind mindestens 85 Menschen ums Leben gekommen. Unter den 721 Verletzten befinden sich mehrere Feuerwehrleute. Ein Container mit Sprengstoff dürfte in die Luft geflogen sein sowie ein Lager mit gefährlichen Chemikalien. Diese zweite, schwerere Explosion hatte laut Behörden eine Sprengkraft von 21 Tonnen TNT.

Wie ein Erdbeben

Bilder zeigten riesige Feuerbälle am Himmel über Tianjin. Die Explosionen waren so gewaltig, dass das nationale Erdbebenzentrum den Vorfall als Beben aufzeichnete. Im Internet wurden verwüstete Straßen und blutige Verletzte gepostet. Noch mehrere hundert Meter vom Explosionsort entfernt wurden Fenster und Türen aus den Angeln gerissen. In zehn Kilometern Entfernung war die Druckwelle noch immer spürbar.

Die Einsatzkräfte konnten das Feuer erst nach Stunden unter Kontrolle bringen. Chinas Präsident Xi Jinping versprach lückenlose Aufklärung des Unglücks in der 15-Millionen-Einwohner-Stadt. Es soll bereits erste Festnahmen bei den Lagerhaus-Verantwortlichen gegeben haben.

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