Mädchen (11) aus "Extasy" im Prater geschleudert

In der Halloween-Nacht wurde eine junge Marokkanerin im Vergnügungspark verletzt. Es ist nicht der erste Zwischenfall in diesem Karussell.
Das Fahrgeschäft "Extasy" verschafft Besuchern im Wiener Prater den schnellen Adrenalinkick, wirbelt sie mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die Luft. Inzwischen ist das Karussell aber nicht nur berühmt, sondern auch berüchtigt. Mehrmals kam es zu Zwischenfällen, sogar ein Toter ist zu beklagen (s.u.). Zu Halloween wurde das "Extasy" seinem Ruf wieder gerecht.

Die 11-jährige Alia rutschte am Mittwoch kurz vor 22 Uhr laut Augenzeugen aus ihrem Sitz und wurde durch die Luft geschleudert. Ein Video (s.o) zeigt den Moment. Die Wiener Berufsrettung rückte mit zwei Teams an, die Sanitäter befürchteten bereits das Schlimmste.

Das junge Mädchen aus Marokko dürfte aber einen fleißigen Schutzengel gehabt haben: Sie erlitt lediglich Prellungen am Arm und wurde mit Verdacht auf eine Fraktur am Bein in ein Spital eingeliefert.

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Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte. "Die Videos aus den Überwachungskameras wurden gesichert", sagt Polizeisprecher Daniel Fürst zu "Heute".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut Betreiberin kein technisches Versagen

"Der Bügel kann gar nicht aufgehen", schließt Betreiberin Katja Kolnhofer ein technisches Versagen als Unfallursache aus. Auch die Polizei habe festgestellt, dass sich der Bügel nicht geöffnet habe. Wer den Ritt im Extasy wagen möchte, müsse mindestens 1.30 m groß sein. "Alle Besucher werden vor der Fahrt gemessen", so Kolnhofer, "das Mädchen war 1.40 m groß." ORF.at berichtete später, die Marokkanerin habe unerlaubterweise einen Rucksack getragen, weshalb der Sicherheitsbügel nicht eingerastet sei.

Rätsel um Todesfall beim "Extasy"

Am Karsamstag 2010 starb ein Mann, als er vor dem Kassahäuschen des "Extasy"-Karussells im Prater aufschlug. Damals ging man davon aus, das Opfer sei von Außen in das Fahrgeschäft gelaufen. Vor wenigen Monaten packte ein Ex-Mitarbeiter aus und behauptete: Der Mann sei wegen defekter Sicherheitsbügel aus der Gondel gefallen.

(red)
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