"Extasy"-Unfall: Mäderl laut Mutter nur 1.30m groß

Die Betreiberin des berüchtigten Karussells im Wiener Prater und die Mutter der verletzten Alia widersprechen einander. Der Stand der Ermittlungen.
Ein 11-jähriges Mädchen rutschte in der Halloween-Nacht bei einer Fahrt mit dem "Extasy" im Prater aus ihrem Sitz, wurde durch die Luft geschleudert und erlitt Prellungen und einen Knochenbruch. Jetzt ermittelt die Polizei, wie das dramatische Unglück passieren konnte. Die Betreiberin des Fahrgeschäfts und die Mutter der jungen Marokkanerin widersprechen einander.

Am Donnerstag hieß es von den Verantwortlichen noch, man lasse nur Wagemutige mit einer Körpergröße von mindestens 1.40 Meter zum "Extasy" zu. Jeder Gast werde geprüft, das Mädchen habe den Anforderungen entsprochen. Alias Mutter gab nun aber gegenüber der Polizei an, ihre Tochter sei lediglich 1.30 Meter groß. Ermittler wollen die Diskrepanz aus dem Weg räumen und so schnell wie möglich selbst nachmessen. Derzeit erholt sich das Mäderl noch im Spital von den Strapazen.

Unklar ist laut Polizei auch noch, ob Alia tatsächlich einen Rucksack bei sich trug, durch den der Bügel nicht weit genug einrasten konnte. Bestätigt sei jedenfalls, dass sich die Verriegelung nicht gelöst habe, heißt es. Neben den Videoaufnahmen aus der Überwachungskamera wird auch Material gesichtet, das Augenzeugen mit dem Handy aufgenommen haben.

Mindestgröße wurde angepasst

Das "Extasy" hat unterdessen seinen Betrieb wieder aufgenommen. Die Mindestgröße für Fahrgäste wurde sicherheitshalber auf 1.50 Meter erhöht. Die Sicherheitsvorkehrungen sollen darüber hinaus noch verschärft werden. Wie, das soll am Freitag bei einem Lokalaugenschein mit dem Magistrat geklärt werden.



Schon 2010 gab es beim "Extasy" einen tödlichen Unfall. Ein ehemaliger Mitarbeiter erhob in diesem Zusammenhang kürzlich schwere Vorwürfe>. (red)

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