Extremer Frost in Russland: Über 120 Tote

Durch ungewöhnlichen vorweihnachtlichen Dauerfrost sind in Russland bisher 88 Menschen ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete weiter, 538 Menschen seien wegen Erfrierungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seit Samstag gab es demnach sieben Kältetote, darunter ein Kind.

Die schwersten Dezemberfröste seit einem halben Jahrhundert haben in Russland bisher mindestens 123 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 1.700 Kälteopfer hätten medizinische Versorgung benötigt. Etwa 880 Menschen befänden sich noch in Kliniken.

Allein am Vortag von Weihnachten seien sieben Menschen in verschiedenen Regionen des Riesenlandes erfroren. Experten gehen sogar von weit mehr Kälteopfern aus. Noch am Sonntagabend hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 88 angegeben.

Kritiker bemängeln, dass für Obdachlose kaum Notunterkünfte bereitstehen. In mehreren Gegenden östlich des Urals herrschte weiter schwerer Frost weit unter minus 30 Grad. Für Moskau sagten Meteorologen allerdings einen deutlichen Temperaturanstieg in den nächsten Tagen voraus. Zugleich warnte das Zivilschutzministerium vor Gefahren aufgrund des milderen Wetters. Vor allem tauende und herabfallende Eiszapfen an Dächern sowie Blitzeis auf den Straßen.

Minus 50 Grad in Sibirien

In der südsibirischen Teilrepublik Tuwa gingen die Reparaturarbeiten an einem kaputten Heizkraftwerk weiter. Ein Flugzeug des Zivilschutzes brachte Dutzende Heizöfen in die Region an der Grenze zur Mongolei, in der seit Tagen Temperaturen unter minus 40 Grad herrschen.

In der Region um die Hauptstadt Moskau herrschten über Weihnachten Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Ab minus 25 Grad sind die russischen Kinder von der Schulpflicht befreit. Die russische Bevölkerung ist an tiefe Minustemperaturen im Winter gewöhnt. Allerdings fällt das Thermometer für gewöhnlich erst im Januar und Februar auf besonders tiefe Werte. In Sibirien wurden in den vergangenen Tagen schon Temperaturen um die minus 50 Grad erreicht.

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