Nur wenige hundert Meter trennte eine mit Sprengstoff beladene Drohne von einer Gasplattform, auf der mehrere Hundert Menschen arbeiteten. Rumänien schickte daraufhin zwei F-16-Kampfjets mit Schießerlaubnis in die Luft. Darüber berichtet die deutsche "Bild".
Die rumänische Küstenwache entdeckte die unbemannte Seedrohne am Donnerstagmorgen nahe der Gasplattform Neptun Deep im Schwarzen Meer. Nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruță befand sie sich nur wenige hundert Meter von der Anlage entfernt.
In Bukarest wurde daraufhin ein Krisenstab im Verteidigungsministerium eingerichtet. Nach Abstimmung mit Präsident Nicușor Dan fiel die Entscheidung, die Drohne zu zerstören. Ziel war es, die Arbeiter auf der Plattform und die kritische Infrastruktur zu schützen.
Zwei rumänische F-16-Kampfjets stiegen auf. Einer der Jets eröffnete schließlich das Feuer: Nach Angaben der Behörden wurde die mit Sprengstoff beladene Seedrohne mit der Bordkanone abgeschossen.
Rumäniens Präsident Nicușor Dan verurteilte den Vorfall aufs Schärfste und erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen Russland.