Seit Wochen kursieren Gerüchte um das auffällig enge Verhältnis von US-Präsident Donald Trump zu seiner Assistentin Natalie Harp (35), die kaum von seiner Seite weicht. Dass ausgerechnet jetzt wieder über die beiden gesprochen wird, hat mit einer brisanten Enthüllung zu tun.
Am 12. August wurde bekannt, dass Harp bei Trumps geheimem Flugzeugwechsel nach dem NATO-Gipfel in Ankara zum engsten Kreis des Präsidenten gehörte, der in Sicherheit gebracht wurde.
Vier Tage später heizte der demokratische Senator Jon Ossoff die Debatte weiter an: Trump wolle lieber seinen Ballsaal bauen und "mit Natalie reisen", spottete er. Als CNN-Reporterin Kristen Holmes Trump daraufhin im Oval Office auf Ossoffs Aussagen ansprach, reagierte der Präsident ausweichend und gereizt.
Damit geraten nun auch höchst persönliche Nachrichten Harps an ihren Chef wieder in den Fokus. Einige davon sind keineswegs neu: Bereits 2024 hatte die "New York Times" über Mitteilungen berichtet, die Harp Trump hinterlassen haben soll. "Du bist das Einzige, das mir wichtig ist", schrieb sie demnach. Außerdem soll sie versichert haben, ihn "niemals enttäuschen" zu wollen.
Diese Woche legte die "New York Times" mit einer neuen Recherche über Harp nach und veröffentlichte weitere Details. In einem Brief, den die Zeitung nach eigenen Angaben einsehen konnte, entschuldigte sich Harp dafür, Trump bei einem Aufenthalt auf dessen Golfplatz in Schottland womöglich blamiert zu haben.
Sie wolle, dass zwischen ihnen "immer alles in Ordnung" sei. Harp schrieb laut dem Bericht auch, sie sei in dieser Woche so abgelenkt gewesen, dass sie vergessen habe zu essen und zu schlafen und teilweise nur wenige Stunden Schlaf bekommen habe. Den Brief beendete sie mit den Worten: "Mit meinem ganzen Herzen, Natalie."
Bereits 2024 hatte die "New York Times" unter Berufung auf Mitarbeiter berichtet, Trump nenne Harp "Süße" und behandle sie wie eine Tochter. Im Weißen Haus gilt Harp zudem als Trumps "menschlicher Drucker", weil sie ihm mit einem tragbaren Drucker folgt, mit Online-Beiträgen versorgt und bis spät in die Nacht bei seinen Postings hilft.
Im Buch "Regime Change" der "New York Times"-Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan heißt es, Trump habe Mitarbeitern gesagt, Harp liebe ihn so sehr wie seine Frau und seine Kinder. "Sie wird mich nie verlassen", soll er über die 35-Jährige gesagt haben.
Harps Verehrung hat eine Vorgeschichte. Sie erkrankte an Knochenkrebs und ist überzeugt, dass ein von Trump 2018 unterzeichnetes Gesetz ihr das Leben rettete. In der Wahlkampfdoku "Art of the Surge" erklärte sie: "Ich hatte Krebs, und er hat mir das Leben gerettet." 2019 wurde Trump durch einen TV-Auftritt auf Harp aufmerksam, seit 2022 arbeitet sie direkt für ihn.
Auch Harps Bruder äußerte sich inzwischen kritisch. Gegenüber CNN bezeichnete er ihre Beziehung zu Trump als "ungesund". Nach eigenen Angaben hat er allerdings keinen Kontakt mehr zu seiner Schwester.
Ob Trumps Gesetz tatsächlich entscheidend für ihre Behandlung war, ist allerdings umstritten. Laut "Washington Post" wäre der Einsatz eines bereits zugelassenen Medikaments für einen anderen als den ursprünglich vorgesehenen Zweck auch schon zuvor möglich gewesen.
Einen Beleg für eine Affäre gibt es nicht. Aus der Gerüchteküche verschwinden dürften Trump und Harp damit aber noch lange nicht.