Melania Trump hat sich in einer seltenen Ansprache aus dem Weißen Haus von dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein distanziert. Die First Lady wies jegliche Beziehung zu Epstein und seiner Komplizin Ghislaine Maxwell zurück.
"Die Lügen, die mich mit dem schändlichen Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute aufhören", sagte sie. "Ich war nie mit Epstein befreundet." Weder sei sie auf dessen Privatinsel gewesen, noch habe sie eines seiner Flugzeuge genutzt.
Wie n-tv.de berichtet, bestritt Melania Trump auch, ihren Mann Donald über Epstein kennengelernt zu haben. Sie habe den heutigen Präsidenten 1998 zufällig bei einer Veranstaltung in New York getroffen. Über sie und Epstein kursierten seit Jahren "zahlreiche gefälschte Bilder und Behauptungen" im Internet.
Was genau der Anlass für die unerwartete Presseerklärung war, blieb offen. Fragen von Journalisten ließ die First Lady unbeantwortet. In den veröffentlichten Justizakten findet sich allerdings eine E-Mail von 2002, in der Melania Trump an Maxwell schrieb: "You look great".
In ihrer Rede forderte die First Lady den US-Kongress auf, den Epstein-Opfern öffentliche Anhörungen zu ermöglichen. "Jede einzelne dieser Frauen sollte, wenn sie es wünscht, ihren Tag haben, um ihre Geschichte öffentlich zu erzählen", sagte sie.
Die Epstein-Affäre ist für Präsident Donald Trump politisch brisant. Er war jahrelang mit dem Finanzier befreundet. Kürzlich veröffentlichte FBI-Dokumente zeigen, dass Trump bereits 2006 von Epsteins Verbrechen gewusst haben soll. Akten belegen zudem, dass er in den 1990er-Jahren mehrmals in Epsteins Flugzeug flog - was Trump bestreitet.