Kabinett im Umbruch

Trump feuert US-Justizministerin Bondi

US-Präsident Donald Trump hat Justizministerin Pam Bondi entlassen. Sie ist bereits die zweite Ministerin, die gehen muss. Sie
Newsdesk Heute
03.04.2026, 07:05
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Pam Bondi war wegen des Skandals um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter massivem Druck geraten. Die Nachfolge übernimmt vorerst ihr Stellvertreter, Trumps früherer Anwalt Todd Blanche.

Der US-Präsident würdigte Bondi als "großartige amerikanische Patriotin und loyale Freundin". Sie sei in gut einem Jahr im Amt erfolgreich gegen die Kriminalität vorgegangen. Gründe für die Entlassung nannte der 79-Jährige allerdings nicht.

US-Medien berichten, Bondi sei bei Trump unter anderem wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten in Ungnade gefallen. Zudem sei der Präsident frustriert gewesen, weil die Justizministerin nicht hart genug gegen seine Widersacher vorgegangen sei.

Bondis Ministerium veröffentlichte Millionen Dokumente

Das Justizministerium hatte auf Beschluss des Kongresses rund drei Millionen Dokumente zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein veröffentlicht, der Trump Jahre vor seinem Tod 2019 nahegestanden hatte.

Bei einer Anhörung in einem Parlamentsausschuss wirkte Bondi im Februar überfordert und konnte Vorwürfe der "Vertuschung" nicht glaubwürdig entkräften. Am 14. April sollte sie erneut aussagen.

Zweite Entlassung innerhalb weniger Wochen

Bondi ist bereits die zweite Ministerin aus Trumps Kabinett, die gehen muss. Anfang März hatte der Präsident Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Sie war nach tödlichen Schüssen ihrer Einsatzkräfte auf zwei US-Bürger in Minneapolis mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

Die oppositionellen Demokraten feierten Bondis Entlassung. Der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, nannte sie "die korrupteste Justizministerin der modernen amerikanischen Geschichte".

Gut ein halbes Jahr vor den Zwischenwahlen zum Kongress steht Trump selbst unter Druck. Zu den Gründen zählen sein planlos wirkendes Vorgehen im Iran-Krieg und die massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten.

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