Facebook sperrte den Asylverweigerer-Arzt aus

Thomas Unden, Arzt mit Praxis in Wien-Floridsdorf, handelte sich mit seiner Erklärung Ärger ein, dass er keine Asylwerber und Flüchtlinge in seiner Praxis behandle. Nachdem er, statt seine Aussagen zurückzunehmen, sie mehrmals wiederholte, setzte ihn die Wiener Gebietskrankenkasse vor die Tür. Damit nicht genug, auch aus Facebook wurde der Arzt vorübergehend verbannt. Jetzt hat er ein neues Ziel: Die Bundespräsidentschaft.
Thomas Unden, Arzt mit Praxis in Wien-Floridsdorf, handelte sich mit seiner Erklärung Ärger ein, . Nachdem er, statt seine Aussagen zurückzunehmen, sie mehrmals wiederholte, setzte ihn die Wiener Gebietskrankenkasse vor die Tür. Damit nicht genug, auch aus Facebook wurde der Arzt vorübergehend verbannt. Jetzt hat er ein neues Ziel: Die Bundespräsidentschaft.

Facebook hatte das Privatprofil des Arztes vorübergehend gesperrt und geprüft, ob Verstöße gegen die Community-Standards vorliegen. Dies dürfte nach zahlreichen Meldungen des Profils durch andere User geschehen sein. Unden selbst legte sich in der Zwischenzeit ein neues Profil an, mittlerweile wurde das gesperrte Profil aber wieder freigeschaltet.

Neben seinen Problemen mit der Ärztekammer hat sich Unden nun aber ein neues Ziel gesetzt, er will Bundespräsident von Österreich werden. "Es benötigt einen Präsidenten, der zum Schutz der Österreicher als Oberbefehlshaber agiert" und "Wenn ich für das Amt des Bundespräsidenten nominiert und gewählt werde, garantiere ich den Österreichern, dass innerhalb von neun Monaten die Flüchtlinge samt und sonders auf humane Weise rückgeführt werden", macht Unden Werbung für seine Kandidatur.

Putin um Hilfe bitten

Dass letzteres Versprechen gesetzlich unmöglich ist, scheint Unden nicht zu stören, er wolle "den russischen Präsidenten bei der Wiederaufnahme der Menschen am afrikanischen Kontinent um Hilfe" bitten. Die User selbst finden Undens Pläne zum größten Teil absurd. "Lieber Herr Möchtegern-Bundespräsident. Ich weiß, viele Österreicher sind schöne Trottel, aber solche Trottel sinds auch wieder nicht, dass sie Sie zum Staatsoberhaupt wählen würden", steht da etwa auf Undens Facebook-Seite.

Außerdem gab es einen Angriff auf die Praxis von Unden in der Nacht auf Dienstag. Unbekannte besprühten die Ordination des Mediziners in Floridsdorf mit Schriftzügen wie "Rassist" und "Fascho". 

Nav-Account heute.at Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen