23 Menschen werden vermisst

Fähre gekentert – Mindestens 7 Todesopfer vor Zypern

Vor der Küste Nordzyperns ist eine Fähre gekentert. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, 23 werden noch vermisst.
Newsdesk Heute
30.08.2026, 16:45
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Bei einem schweren Schiffsunglück vor der Küste von Nordzypern sind am Sonntag mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Der Regierungschef von Nordzypern, Ünal Üstel, sagte im türkischen Staatssender TRT, dass von den 267 Menschen an Bord der Fähre schon 237 von Einsatzkräften in Sicherheit gebracht worden sind. 23 Menschen werden noch vermisst.

Laut dem türkischen Innenministerium passierte das Unglück rund 6,5 Kilometer vor der Küste der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern. Üstel erklärte, die Fähre sei kurz nach dem Ablegen aus dem Hafen von Kyrenia gekentert. Das Schiff hätte eigentlich in den südtürkischen Hafen Tasucu fahren sollen. Warum das Unglück passiert ist, war zunächst unklar. Ein Passagier erzählte, dass es eine Explosion gegeben habe, durch die der Bug des Schiffes gesunken sei.

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In türkischen Fernsehsendern waren Bilder vom umgekippten und teilweise untergegangenen Schiff zu sehen. Viele Passagiere mit Schwimmwesten kletterten auf den orangefarbenen Rumpf. Auch mehrere Rettungsboote, darunter Privatboote, waren im Einsatz. Das Wetter war laut den Aufnahmen sonnig.

Das türkische Innenministerium erklärte auf X, dass sechs Militärschiffe an der Rettung beteiligt seien und das Schiff zu sinken drohte. Später gab die nordzyprische Regierung bekannt, das Schiff sei jetzt "komplett gesunken".

Berichte über Explosion

Ein etwa 50-jähriger Passagier berichtete nach seiner Rettung von einer "Explosion" im vorderen Teil, wo er gesessen hatte. "Der Bug ist explodiert, (das Schiff) hat versucht, zu wenden. Und die Seitenscheiben sind explodiert. Wasser floss ins Schiff", sagte er im türkischen Fernsehen. Dem Kapitän warf er vor, als erster gesprungen zu sein "ohne etwas zu organisieren". Er selbst habe eineinhalb Stunden im Wasser verbracht, bevor er gerettet werden konnte.

Das nordzyprische Gesundheitsministerium teilte mit, dass "alle notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, um eine schnelle Reaktion der Rettungs- und Gesundheitsdienste zu gewährleisten". Die Krankenhäuser in der Region seien informiert und in Bereitschaft.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die griechischsprachige Republik Zypern im Süden der Insel ist seit 2004 Mitglied der EU.

Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz erklärte auf X: "Wir leisten jede erforderliche Unterstützung bei den Such- und Rettungsmaßnahmen." Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird am Montag in Nordzypern erwartet, um dort den im Oktober neu gewählten Präsidenten Tufan Erhürman zu treffen.

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