Boden-Diele kracht bei Tempo 130 in Auto von LH Stelzer

Die Windschutzscheibe am Dienstwagen von LH Stelzer wurde arg ramponiert.
Die Windschutzscheibe am Dienstwagen von LH Stelzer wurde arg ramponiert.Land OÖ
Ruhig und geistesgegenwärtig reagierte der Chauffeur von LH Stelzer bei einem Autobahn-Crash und verhinderte damit Schlimmeres.

Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Autofahrers. Mit Tempo 130 auf der Autobahn zu fahren und dann fliegt ein Gegenstand gegen das Auto. Genau das passierte am Freitagnachmittag gegen 16.30 Uhr dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Am Weg ins Bundeskanzleramt nach Wien

Stelzer war gerade mit seinem Büroleiter Thomas Schäffer und Pressesprecher Daniel Scheiblberger auf dem Weg ins Kanzleramt nach Wien, also es auf der A1 auf Höhe Neulengbach (NÖ) passierte. Eine Bodenplatte (Verbundmaterial in Holzoptik), die zuvor von einem Transporter gefallen war, wurde in die Luft gewirbelt und schlug direkt in der Windschutzscheibe bei Fahrer Gerald Füreder (48) ein. Neben ihm saß LH Stelzer.

Es machte einen ohrenbetäubenden Knall, die Scheibe zersprang zwar nicht, sie war aber dennoch völlig zerstört.

Doch Füreder, der seit 20 Jahren als Chauffeur arbeitet, blieb ruhig. Er fuhr in aller Seelenruhe auf den Pannenstreifen, stoppte den BMW 530 sicher. Erst als Stelzer und seine Mitarbeiter ausstiegen und sich den Schaden anschauten, wurde ihnen klar, was da gerade passiert war und vor allem, wie viel Glück sie gehabt hatten.

"Ich bin Gerald  sehr dankbar!"

Und mit dieser ruhigen und besonnenen Reaktion verhinderte er Schlimmeres. Denn selbst die Polizisten, die schnell vor Ort waren, waren sich sicher: "Das war großes Glück, Wenn du bei 130 km/h das Auto verreißt, kann das ganz schlecht ausgehen."

"Ich bin Gerald sehr dankbar, dass er uns so souverän und sicher aus dieser brenzlichen Situation manövriert hat. Wir hatten einen riesengroßen Segen", meinte auch LH Thomas Stelzer gegenüber "Heute".

In 20 Jahren noch keinen Unfall

Weil die Windschutzscheibe zwar nicht gebrochen, aber auf der Fahrerseite kaputt und das Auto voll mit Splitter war, konnte man mit dem BMW 530 nicht weiter nach Wien fahren. Also musste ein neues Auto geholt werden, ehe es weiter nach Wien ging. Füreder fuhr zwar nicht mit nach Wien, am Abend aber holte er den Landeshauptmann und seine Mitarbeiter schon wieder ab und brachte sie sicher zurück nach Linz.

Ich bin schon 20 Jahre als Fahrer tätig, das war mein erster Unfall. So etwas habe ich noch nie erlebt", sagt Füreder gegenüber "Heute".

Die Bodenplatten hatte übrigens ein Transporter verloren. Bei dem Zwischenfall wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt.

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