Prozess gestartet

Fahrgästen Rolex gestohlen: Taxler hatten Chat-Gruppe

Drei Taxilenker sollen Passagieren Luxusuhren gestohlen haben, auf WhatsApp wurden Tipps und Tricks ausgetauscht – angeklagt ist auch ein Helfer. 

Thomas Peterthalner
Fahrgästen Rolex gestohlen: Taxler hatten Chat-Gruppe
Die vier Angeklagten vor Gericht in Wien.
Denise Auer

Ein 34-Jähriger soll Fahrgästen im Taxi Rolex- und andere Luxusuhren gestohlen haben. Die Polizei war dem Verdächtigen schon seit einem Jahr auf der Spur. Er flog auf, als er einem verdeckten Ermittler die Uhr stehlen wollte, wir berichteten.

Kriminelle Bande

Der Hauptangeklagte handelte laut Staatsanwaltschaft nicht alleine. Auch zwei andere Lenker stahlen ihren Fahrgästen angeblich bei Fahrten in der Nacht Luxusuhren und Wertsachen. Den drei Taxlern und einem Helfer wurde nun beim Prozess-Start am Dienstag (19.3.) die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Verdächtigen sollen sich in einer WhatsApp-Gruppe abgesprochen haben. Dort sollen auch Tipps und Tricks ausgetauscht worden sein.

Kopfhörer klärte Raub

Dem Hauptangeklagten werden auch zwei Raubüberfälle angelastet. So soll er einen Fahrgast bis ins Stiegenhaus verfolgt haben, um ihm die Uhr zu rauben. Dabei verlor der 34-Jährige angeblich einen Kopfhörer. Auf diesem wurden seine DNA-Spuren sichergestellt. Einen weiteren Überfall soll er gemeinsam mit seinem Bruder begangen haben – es handelte sich ebenfalls um einen Fahrgast.

Star-Anwalt als Verteidiger

Vor Gericht zeigte sich der gebürtige Türke, gekonnt verteidigt von Star-Anwalt Rudi Mayer, teilweise geständig. Seine drei Mitangeklagten (58, 39, 47 Jahre) bekannten sich nicht schuldig. Die gestohlenen Uhren wurden anscheinend mit Hilfe eines Ägypters (47) weiterverkauft. Der Prozess ist auf mehrere Tage angesetzt. Den Verdächtigen drohen bis zu 10 Jahre Haft. Die Angeklagten werden durch Zeugen, Videoaufnahmen und Chats schwer belastet.

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    Leserreporter

    Auf den Punkt gebracht

    • Drei Taxilenker sollen Passagieren im Rahmen von nächtlichen Fahrten Luxusuhren gestohlen haben und wurden bei Prozessbeginn wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt
    • Einer der Angeklagten wird auch wegen zwei Raubüberfällen beschuldigt, während ein Helfer bei Verkauf der gestohlenen Uhren behilflich war
    • Der Prozess dauert an und den Verdächtigen drohen bis zu 10 Jahre Haft, unterstützt durch Zeugen, Videoaufnahmen und Chatverläufe
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