Dieses Fake-Geständnis von Zuckerberg geht viral

Zurzeit macht ein Fake-Video von Mark Zuckerberg die Runde. Darin erzählt der Facebook-Gründer unheimliche Dinge, die er so nie gesagt hat.
"Stell dir das für eine Sekunde vor: Ein Mann, der die totale Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten von Menschen hat, all ihre Geheimnisse, ihr Leben, ihre Zukunft kennt", sagt Mark Zuckerberg im Video. "Ich verdanke das alles Spectre. Spectre zeigte mir, dass derjenige, der die Daten kontrolliert, die Zukunft kontrolliert."

Tatsächlich handelt es sich bei diesem Video um einen sogenannten Deepfake (siehe Box). Das Video wurde auf Instagram gepostet und so manipuliert, dass es aussieht, als würde der 35-jährige Facebook-Gründer diese Worte tatsächlich sprechen. Obwohl die Plattform zu Facebook gehört, ist das Video bis jetzt noch nicht verschwunden.

Computergenerierte Propaganda

Hinter dieser Aktion stecken die beiden britischen Künstler Bill Posters und Daniel Howe. In Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Canny haben sie mehrere solcher Deepfakes erstellt, unter anderem mit Kim Kardashian, Donald Trump, Freddy Mercury oder Marina Abramovic. Sie sind alle Teil des beworbenen Projekts "Spectre", das am Sheffield Doc Fest (6. bis 11. Juni 2019) ausgestellt wurde.

Mit den Deepfakes wollen die Macher vor Gefahren von Technologie und Demokratie warnen sowie auf die Macht von computergenerierter Propaganda aufmerksam machen. Das Projekt war für den "Best Digital Experience Award" nominiert.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Täuschend echte Fakes

Für die Fake-Videos haben die Entwickler jeweils kurze Segmente aus der Originalversionen herausgeschnitten, berichtet Vice.com. Diese genügten, um die Gesichtszüge trainieren zu können. Dies wurde mit Algorithmen der University of Washington bewerkstelligt. So mussten die falschen Botschaften nur noch von Synchronsprechern gesprochen werden, auf die dann jeweils die Frames der berühmten Personen rekonstruiert wurden. Dies zeigt das Beispiel unten:



(Video: Youtube/Brandalism Project)

Die Ergebnisse sind täuschend echt. Im Falle Zuckerberg verrät einzig die dem Video überlagerte Stimme, dass es sich nicht wirklich um ihn handeln kann. Im Originalvideo von 2017 hält Zuckerberg eine Rede über die russische Wahlintervention auf Facebook ab.

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(rfr/20 Minuten)

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