In regelmäßigen Abständen warnt die Exekutive vor der Betrüger-Masche: Unbekannte geben sich als Polizisten aus, cashen meist von älteren Opfern große Geldsummen ab.
Jetzt erwischte es eine 81-Jährige im Bezirk St. Pölten-Land. Laut "NÖN" erhielt die Dame am 16. August um 1.40 Uhr in der Früh einen Anruf am Festnetz. Die Anrufer gaben sich als Interpol-Ermittler aus, erfragten die Handynummer der Frau. Dann riefen sie auch am Handy das Opfer an.
Dabei verwickelten sie die Seniorin in ein Gespräch, gaben an, dass in der Ortschaft ein Einbruch passiert sei und sie möglicherweise das nächste Opfer sein könnte.
Eine Stunde später standen schon zwei Männer südländischen Typs vor der Tür der Frau. Mit einem Codewort, dass sie mit der Frau vereinbart hatten, ließ die gutgläubige Frau die Betrüger hinein. Bereits am Tisch hatte die Frau die Wertgegenstände vorbereitet: Goldbarren, Münzen, Schmuck und Bargeld. Die Männer stopften die Beute in eine Stofftasche und verschwanden. Der Schaden: 76.000 Euro.
Erst in der Früh dämmerte es der Seniorin, fragte bei der Polizei nach, ob das wirklich Beamte gewesen waren. Die Polizei klärte die Frau über den Betrugsfall auf. Das Geld ist weg, die Frau konnte nur noch Anzeige erstatten.
Zuletzt gab es vermehrt Anrufe in der Region, ein weiterer Schaden ist bisher aber nicht bekannt. Mögliche weitere Opfer sollen sich an die Polizei wenden. Die Exekutive warnt: Bei Betrugsversuchen auflegen und die echte Polizei verständigen.