Eine Betrüger-Bande versuchte in Wien einen 79-Jährigen um sein Erspartes zu bringen. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wollten die mutmaßlichen Betrüger den Wiener dazu bringen, seine Wertgegenstände einem "Polizisten" anzuvertrauen. Der Wiener schöpfte geistesgegenwärtig Verdacht und informierte die Polizei.
Am Montag verständigte der 79-jähriger Mann die Polizei, da er von einer vermeintlichen Polizeikommissarin und einem Staatsanwalt kontaktiert worden sei, die zwei Tatverdächtige nach einem Einbruch festgenommen hätten. Da bei den mutmaßlichen Tätern die Daten des 79-Jährigen gefunden worden wären, bestünde nun Grund zur Annahme, dass Komplizen einen Einbruch in das Haus des 79-Jährigen planen und auch sein Geld von der Bank stehlen wollen.
Den Vorfall nimmt die Polizei erneut zum Anlass, folgende Präventionstipps bekannt zu geben
• Beende das Telefonat!
• Die Polizei übernimmt und bewahrt grundsätzlich kein Bargeld oder Wertgegenstände auf!
Anschließend hätten ihn die beiden aufgefordert sein gesamtes Geld einem "Kollegen" zu übergeben. Dabei handelte es sich um einen Eurobetrag im mittleren fünfstelligen Bereich. Der vermeintliche Polizist, der 28-Jährige, kam zum vereinbarten Treffpunkt. Dort wurde er von Beamten der EGS (Einsatzgruppe für Straßenkriminalität) bereits erwartet und festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien führt nun weitere Ermittlungen unter anderem zu den Drahtziehern. Der 79-Jährige gab den Beamten gegenüber an, von der Betrugsmasche über Medien erfahren zu haben und deshalb umgehend die richtige Polizei verständigt hatte.