Politik

Familie? Religion? Das ist uns am Wichtigsten

Familie, Freunde, Arbeit oder Religion? Die Uni Wien hat die Österreicher befragt, was uns am Wichtigsten im Leben ist.

Heute Redaktion
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Wie wichtig ist den Österreichern...
Wie wichtig ist den Österreichern...
Bild: Uni Wien

Die ersten Ergebnisse der aktualisierten "Europäischen Wertestudie" der Uni Wien sind da. Wir wissen, dass die Zustimmung zur Demokratie gestiegen ist und dass man nicht nur durch Geburt zum "echten Österreicher" werden kann.

Generell zufrieden

Die allgemeine Feststellung: Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher sind mir ihrem Leben zufrieden. Der Wert steigt seit Beginn der Datenauswertung im Jahr 1990 stetig: "Auf einer Skala von 1-10, wie zufrieden Sind Sie ingesamt mit Ihrem Leben?" Darauf sagen aktuell 71 Prozent: 8-10, also "zufrieden"! Nur drei Porzent sind mit ihrem Leben insgesamt unzufrieden.

Aber Hand aufs Herz, was ist den Österreichern denn am Wichtigsten? Sind es Freunde und Bekannte? Die Familie oder doch die Arbeit? Wie hält es die Bevölkerung mit der Religion?

Auch das wurde abgefragt und hier sind die Ergebnisse:

Europäische Wertestudie (EVS)
Die heurige Befragung im Rahmen der EVS fand zwischen 08.01. und 19.04.2018 statt. Das Institut IFES befragte 1.948 Personen, darunter zwei Sub-Stichproben aus Personen mit Migrationshintergrund.

Die Stichprobe repräsentiert die österreichische Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.

Familie über alles

An erster Stelle der Prioritätenskala steht bei Herr und Frau Österreicher die Familie. 87 Prozent bezeichnen sie im Jahr 2018 als "sehr wichtig". Der Wert liegt traditionell über 80 Prozent, allein im Jahr 2008 sank er auf 79.

Freunde immer wichtiger

Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1990 werden Freunde und Bekannte immer wichtiger. Lag der Wert vor 28 Jahren noch bei 35 Prozent, kletterte er seitdem stetig auf den heurigen Spitzenwert 61 Prozent (siehe Bild oben).

Arbeit verliert ihre Wichtigkeit

Verhaltener ist die Meinung der Österreicher zum Thema Arbeit. Dieser Wert ist stetig gesunken. Im Jahr 1999 haben 66 Prozent die Arbeit als "sehr wichtig" bezeichnet, im Jahr 2018 sind es nur noch 48 Prozent.

Im Gegenzug wird die Freizeit als wichtiger eingeschätzt. 46 Prozent bezeichnen sie heuer als "sehr wichtig". 1990 lag dieser wert noch bei 37 Prozent.

Religion weniger wichtig

Am "absteigenden Ast" ist auch die Religion. Die war von 28 Jahren noch für knapp ein Viertel der Österreicher "sehr wichtig" (24 Prozent), im Jahr 2018 fanden das nur noch 16 Prozent so.

Die Politik blieb in den Werten konstant, seit 1999 halten sie 10 Prozent der Österreicher fpr "sehr wichtig". (red)