Polizeieinsatz im Unterhaus

Spielabbruch! Fan schlägt Spieler krankenhausreif

Ein Platzverweis, ein Fan auf dem Spielfeld und schließlich ein Polizeieinsatz. Das Amateur-Duell in Oberösterreich eskalierte komplett.
Sport Heute
07.09.2026, 13:01
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Eklat im oberösterreichischen Amateurfußball: Eigentlich war das Duell der 1. Klasse Ost zwischen Union St. Marien und der Sportunion Wartberg an der Krems bereits so gut wie entschieden. Die Gäste führten in der 91. Minute mit 2:0. Dann geriet die Partie völlig außer Kontrolle – und musste sogar abgebrochen werden.

St.-Marien-Spieler Dario Culjak sah nach einem Ellbogenschlag die Rote Karte. Schiedsrichter Aladin Midzic schickte ihn vom Platz – doch auf dem Weg Richtung Kabine folgte der nächste Eklat.

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Fan schlägt Spieler nieder

Ein Wartberg-Anhänger stürmte laut "Oberösterreichischen Nachrichten" auf das Spielfeld und schlug Culjak mit der Faust nieder. Danach kam es zu tumultartigen Szenen, schließlich musste sogar die Polizei anrücken.

Für Schiedsrichter Midzic war damit Schluss. Er brach die Begegnung unmittelbar vor dem regulären Ende ab. "Die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet, weshalb ich die Partie abgebrochen habe", erklärte der Referee.

Für Culjak endete der Abend im Krankenhaus. Der St.-Marien-Kicker musste nach dem Faustschlag ärztlich versorgt werden.

Elf Gelbe und zwei Ausschlüsse

Schon zuvor war ordentlich Feuer in der Partie. Insgesamt zückte Midzic elfmal Gelb. Ein Spieler von St. Marien flog zudem mit Gelb-Rot vom Platz, ehe Culjak in der Schlussphase direkt Rot sah.

Trotz der zahlreichen Karten bezeichnete der Schiedsrichter das Geschehen auf dem Rasen als hart, aber nicht unfair: "Das Spiel war heiß umkämpft, aber eigentlich immer fair." Umso größer ist der Frust bei St. Marien über die Eskalation abseits des sportlichen Geschehens.

"In 30 Jahren habe ich so etwas noch nie erlebt. So verliert man die Lust am Fußball und am Ehrenamt", klagte Sektionsleiter Hannes Pfistermüller. Auch beim Gegner zeigt man sich über den Vorfall entsetzt. Wartberg-Sektionsleiter Friedrich Mitterhumer betont, dass das Verhalten eines einzelnen Zuschauers nicht auf den gesamten Klub zurückfallen dürfe.

"Für unseren Verein ist es natürlich eine Katastrophe, weil eine Einzelaktion die gesamte Sportunion Wartberg und auch den Amateurfußball in ein schlechtes Licht rückt", sagte Mitterhumer.

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