Roter Stern siegte

Choreo für Kriegsverbrecher bei Arnautovic-Derby

Das Belgrad-Derby sorgte mit einer umstrittenen Ehrung für den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic für Aufregung.
Sport Heute
07.09.2026, 11:31
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Marko Arnautovic und Muhammed Cham siegten am Sonntag im Belgrad-Derby mit Roter Stern gegen Rivale Partizan 2:1. Dabei sorgte aber nicht nur das Sportliche für Aufsehen.

Roter Stern und Partizan verbindet eine der erbittertsten Rivalitäten im europäischen Fußball. Vor dem 180. Belgrader Derby zogen die beiden Klubs an einem Strang: Gemeinsam wurde eine Schweigeminute für den verstorbenen und rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic abgehalten.

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Auch auf den Rängen wurde Mladic gedacht. Die Roter-Stern-Ultras "Delije" präsentierten eine riesige Choreografie mit seinem Konterfei. Roter Stern verbreitete und würdigte die Aktion anschließend auch über seine eigenen Social-Media-Kanäle.

Mladic war während des Bosnienkriegs Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Truppen. 2017 wurde er vom UN-Kriegsverbrechertribunal unter anderem wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Zu den schwersten Verbrechen unter seiner Verantwortung zählt das Massaker von Srebrenica mit mehr als 8.000 ermordeten bosniakischen Männern und Buben.

Sportlich durfte Roter Stern über einen 2:1-Derbysieg jubeln. ÖFB-Legionär Cham stand bis zur 83. Minute auf dem Platz. Österreichs Rekordtorschütze Marko Arnautovic kam nach drei Ligaspielen ohne Einsatz in der 68. Minute ins Spiel.

Mit sechs Siegen aus den ersten sechs Partien übernahm Roter Stern die Tabellenführung. Für Arnautovic war es nach seiner jüngsten Zwangspause zugleich die Rückkehr auf den Platz.

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