Es sollte einer der spektakulärsten Momente ihrer Thailand-Reise werden. Für die Zuschauer von Kick-Streamerin JollyIRL wurde daraus allerdings ein ordentlicher Schock.
Die Influencerin, die mit bürgerlichem Namen Jia Ning Chen heißt, befindet sich derzeit auf einer Reise durch Südostasien. Im thailändischen Pattaya entschied sie sich für einen Bungee-Sprung – natürlich vor laufender Kamera.
Schon vor dem Absprung ist Jolly die Nervosität anzumerken. Dann geht es in die Tiefe.
Und plötzlich sieht es für ihre Zuschauer so aus, als wäre etwas fürchterlich schiefgegangen.
Während Jolly fällt, verliert sie offenbar ihr Smartphone. Die Kamera stürzt weiter, während die Streamerin vom Bungee-Seil wieder nach oben gezogen wird.
Kurz darauf endet die Übertragung.
Für ihre Zuschauer ist in diesem Moment allerdings nicht ersichtlich, was genau passiert ist. Sie sehen den Sprung, hören Schreie und plötzlich ist der Stream weg. Ein Clip davon verbreitet sich anschließend rasant über soziale Medien. Allein ein Beitrag im Reddit-Forum "LivestreamFail" sammelte innerhalb weniger Stunden weit über tausend positive Bewertungen.
Schnell macht sich Sorge um Jolly breit. Doch dabei bleibt es nicht.
Im Netz tauchen Behauptungen auf, die Streamerin sei bei dem Sprung schwer verletzt worden. Teilweise ist sogar von einem "kritischen Zustand" die Rede.
Andere Beiträge gehen noch weiter: Jolly sei bei dem Sprung gestorben. Belegt ist davon nichts.
Die Gerüchte verbreiten sich dennoch so weit, dass sich die Streamerin schließlich selbst einschaltet.
Die wichtigste Nachricht zuerst: Jolly lebt.
In einem Update stellt sie klar, dass die dramatischen Behauptungen über ihren Zustand nicht stimmen. Ganz spurlos ging der Bungee-Sprung an ihr allerdings offenbar nicht vorbei.
Jolly berichtet nach dem Sprung von Schmerzen. Ihr Arm tue weh, zudem habe sie Beschwerden im Nacken. Sie vermute selbst, sich ein Schleudertrauma zugezogen zu haben. Von einer lebensbedrohlichen Verletzung kann nach ihren eigenen Angaben aber keine Rede sein.
Gleichzeitig reagiert sie auf besonders geschmacklose Kommentare, die nach dem vermeintlichen Unglück im Netz auftauchten. Manche Nutzer hatten den angeblichen Tod der Streamerin sogar gefeiert.
Jolly kündigte daraufhin an, entsprechende Accounts blockieren zu wollen.
Am Ende dürfte also vor allem ein verlorenes Smartphone dafür gesorgt haben, dass der Sprung für Tausende Menschen vor den Bildschirmen wesentlich dramatischer aussah, als er tatsächlich ausging.
Denn während Jolly vom Seil wieder nach oben katapultiert wurde, fiel die Kamera weiter nach unten. Für Zuschauer entstand dadurch für wenige Sekunden der Eindruck eines ungebremsten Absturzes.
Aus einem Bungee-Sprung wurde so innerhalb weniger Stunden ein wildes Internet-Gerücht über einen angeblichen schweren Unfall – bis die vermeintlich Tote selbst Entwarnung geben musste.
Jolly ist am Leben. Nur ihr Handy dürfte den Sprung deutlich schlechter überstanden haben.