Punkteloser Triumph in Wimbledon, Zwangspause in New York?
Novak Djokovic triumphierte auf dem heiligen Rasen, feierte seinen 21. Grand-Slam-Titel, bereits seinen siebenten in Wimbledon. Punkte gab es dafür aber keine. Warum? Weil die Veranstalter russischen und belarussischen Spielern die Teilnahme verboten hatten.
Jetzt droht der Serbe auch bei den US Open leer auszugehen. Dort ist der Superstar, Stand jetzt, selbst gesperrt. Wie schon im Jänner bei den Australian Open könnte seine fehlende Impfung gegen das Coronavirus eine Teilnahme verhindern. Djokovic hat sich mehrfach offen gegen die Impfung ausgesprochen, laut eigenen Angaben zwei Infektionen hinter sich. Für die Einreise in Übersee genügt Letzteres aber nicht.
12.000 Menschen haben mittlerweile eine Online-Petition unterschrieben, die es sich zur Aufgabe macht, das zu ändern. Auf "change.org" heißt es, dass es in der aktuellen Phase der Pandemie keinen Grund gebe, ihn wegen einer fehlenden Impfung an der Einreise zu hindern.
Ein Blick auf die weltweiten Corona-Maßnahmen zeigt: Tatsächlich beginnen diese zu bröckeln. Trotz hoher Infektionszahlen fahren immer mehr Länder ihre Einschränkungen zurück. In Österreich wurde bekanntlich die Impfpflicht bereits gekippt. Viele Länder haben die Einreisebestimmungen gelockert. Grund: Die aktuellen Omikron-Subvarianten können den Immunschutz immer besser umgehen. Die zugelassenen Impfstoffe schützen zwar nach wie vor stark gegen schwere Krankheitsverläufe und Tod, aber immer weniger vor Ansteckung und damit auch der Weitergabe.
Darum rechnen sich Djokovic-Fans noch Chancen aus, dass der Tennis-Dominator doch noch in New York aufschlagen könnte. Die US Open steigen zwischen 29. August und 11. September 2022.